Heidelberg ist eine von 112 Städten, die die Europäische Union (EU) am 28. April 2022 als Modellstadt für Klimaneutralität ausgewählt hat. Das Ziel: 100 Kommunen aus der EU und 12 Kommunen aus assoziierten Ländern sollen bis 2030 klimaneutral werden und ihre Erfahrungen an andere Städte und Gemeinden weitergeben. Dafür stellt die EU insgesamt 117 Millionen Euro im Rahmen ihrer Mission „Klimaneutrale und smarte Städte“ für konkrete Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagte: „Ich freue mich sehr, dass die EU-Kommission Heidelberg zur Modellstadt für Klimaneutralität ernannt hat. Das gibt uns viel Rückenwind auf unserem Weg zur Klimaneutralität. Wir bauen auf einer guten Grundlage auf: Heidelberg hat sich über Jahrzehnte hinweg mit vielen Netzwerk-Partnern einen Ruf als Umwelt-Hauptstadt erarbeitet und war vor 30 Jahren die erste deutsche Großstadt mit einem Kommunalen Klimaschutzkonzept. Nun gilt es, die Kräfte weiter zu bündeln und mit der gesamten Stadtgesellschaft an der Umsetzung des ambitionierten Ziels zu arbeiten.“

Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain ergänzt: „Die Stadt arbeitet mit Hochdruck an der Frage, wie ein verbindlicher Fahrplan zur Klimaneutralität aussieht. Im Netzwerk der ,Mission Cities´sowie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und den vielen Akteuren in unserer Stadt werden wir dieses wichtige Thema weiter anpacken und die Mobilitätswende, die energetische Sanierung von Gebäuden, den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, nachhaltigen Konsum, Ernährung und vieles mehr in großen Schritten vorantreiben.“

Nächste Schritte: Konferenz in Brüssel und „Klimastadt-Verträge“

Gemeinsam mit den Städten sollen nun „Klimastadt-Verträge“ abgeschlossen werden. Schwerpunkt des Programms ist die Umsetzung von konkreten Maßnahmen im Klimaschutz. Auch die verschiedenen Akteure in den Kommunen sowie die Bürger sollen beteiligt werden. Im Juni 2022 ist in Brüssel eine Konferenz für alle ausgewählten Städte geplant, an der Stadtspitzen und Fachleute teilnehmen werden.

 

(Quelle: Stadt Heidelberg)