Viele Heidelberger E-Teams setzen sich mit Schulgärten für Naturschutz und nachhaltige Ernährung ein – so auch an der Tiefburgschule. Archivfoto von 2016: Dorn

23 Schulen haben sich am Aktionsprogramm „E-Teams“ der Stadt Heidelberg beteiligt und für Nachhaltigkeit in ihren Schulen eingesetzt – jetzt haben sie ihre E-Team-Prämien 2020 erhalten. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste die sonst übliche feierliche Veranstaltung abgesagt werden. Der Stadt ist jedoch die Würdigung des Engagements der Schulen so wichtig, dass sie trotz der aktuellen Sparmaßnahmen an den Nachhaltigkeitspreisen festhalten will. Das Engagement der Schulen wird anhand eines Fragebogens über durchgeführte Aktivitäten ausgewertet. Die Preisgelder stehen den Schulen anschließend zur freien Verfügung.

Mit den E-Teams engagieren sich die Schulen dafür, zukunftsfähiges Denken und Handeln voranzubringen. Die Aktivitäten der E-Teams sind vielfältig: vom Klimaschutz bis hin zu Naturschutz, Abfalltrennung, Konsum und Ernährung, Ressourcenverbrauch, Mobilität, nachhaltiges Wirtschaften sowie soziale und globale Verantwortung. Die Schüler zeigen viel Kreativität und Ideenreichtum, aktuell beispielsweise bei Projekten wie diesen:

  • Zubereitung eines Buffets mit „geretteten“ Zutaten (Marie-Baum-Schule)
  • Projekte zum Thema „Nachhaltiges Leben” (Hölderlin-Gymnasium)
  • Paletten-Upcycling (Geschwister-Scholl-Schule)
  • Verkauf von Fairtrade-Produkten (Julius-Springer-Schule)
  • Bau von Architekturmodellen aus Recyclingmüll (Bunsen-Gymnasium)
  • plastikfreies Frühstück (Heiligenbergschule)
  • BNE-Projektwoche (Landhausschule)

Das Engagement und die Motivation der Schulen belohnt die Stadt Heidelberg jährlich. Die höchsten Prämien – jeweils 1.000 Euro – haben 2020 gleich zehn Schulen erhalten.

Fünf neue Schulen – erstmals auch eine Privatschule

Fünf neue Schulen nahmen in diesem Jahr teil: die Willy-Hellpach-Schule, das Hölderlin-Gymnasium, die Kurpfalz-Grundschule, die Marie-Marcks-Schule und die Elisabeth-von-Thadden-Schule. Mit der Thadden-Schule beteiligte sich dieses Jahr erstmals eine Privatschule an dem Aktionsprogramm des Umweltamtes.

Weitere Heidelberger Schulen sind herzlich eingeladen, ihr Interesse beim Umweltamt zu melden:
Telefon 58-1 80 00 oder
umweltamt@heidelberg.de

Prämiensystem zur Belohnung der jährlichen Aktivitäten

Zur Würdigung und Motivation der Schüler beim Thema Nachhaltigkeit hat das Umweltamt der Stadt Heidelberg bereits vor über 20 Jahren ein Prämiensystem eingeführt, mit dem sie jährlich die Aktivitäten der Teams belohnt. Die Stadt bietet den teilnehmenden Schulen unter anderem Erfahrungsaustausch und Fortbildungen, Informationen über weitere Bildungsangebote und Veranstaltungen sowie die jährlichen Prämien. Über deren Vergabe entscheidet das Umweltamt.

Die Prämien der E-Teams im Überblick:

  • Albert-Schweitzer-Schule: 1.000 Euro
  • Bunsengymnasium: 1.000 Euro
  • Elisabeth-von-Thadden-Schule: 1.000 Euro
  • Friedrich-Ebert-Schule: 750 Euro
  • Geschwister-Scholl-Schule: 1.000 Euro
  • Gregor-Mendel-Realschule: 500 Euro
  • Heiligenbergschule: 750 Euro
  • Helmholtz-Gymnasium: 500 Euro
  • Hölderlin-Gymnasium: 750 Euro
  • Hotelfachschule: 750 Euro
  • Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH): 1.000 Euro
  • Johannes-Gutenberg-Schule: 1.000 Euro
  • Johannes-Kepler-Realschule: 500 Euro
  • Julius-Springer-Schule: 1.000 Euro
  • Kurpfalzschule: 1.000 Euro
  • Landhausschule: 1.000 Euro
  • Marie-Baum-Schule: 1.000 Euro
  • Marie-Marcks-Schule: 750 Euro
  • Mönchhofschule: 750 Euro
  • Neckarschule: 750 Euro
  • Steinbachschule: 750 Euro
  • Tiefburgschule: 750 Euro
  • Willy-Hellpach-Schule: 750 Euro

Alles, was heute getan wird, hat Auswirkungen auf morgen

Das thematische Spektrum der E-Teams, die viele Jahre fürs Energiesparen an Schulen standen, wurde in den letzten Jahren sukzessive in Richtung einer umfassenden Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgeweitet. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedeutet, zu lernen, dass alles, was heute getan wird, Auswirkungen auf morgen hat. Verantwortungsvoller Konsum, sparsamer Ressourcenverbrauch und ein respektvoller Umgang miteinander sind maßgeblich dafür, dass die Erde lebenswert bleibt. Kinder und Jugendliche erhalten mit den E-Teams fest im Schulalltag integriert die Möglichkeit, sich mit Themen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Seit dem Schuljahr 2016/17 ist Bildung für nachhaltige Entwicklung außerdem eine von sechs Leitperspektiven im Bildungsplan für baden-württembergische Schulen.

 

(Quelle: Stadt Heidelberg)