OB Prof. Dr. Eckart Würzner (re.) nimmt die Auszeichnung „Radwende Jetzt“ von Vertretern von „Greenpeace Mannheim – Heidelberg“ entgegen. Greenpeace lobt insbesondere den provisorischen neuen Fahrradstreifen links im Bild. Foto: Stadt Heidelberg

Lob für das Engagement der Stadt Heidelberg beim Radverkehr-Ausbau durch Greenpeace Mannheim – Heidelberg: Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am 18. November 2020 die Auszeichnung „Radwende Jetzt“ entgegengenommen – an der Ecke Kurfürsten-Anlage/Belfortstraße.

Auszeichnung soll Stadt dazu motivieren, weitere Radstrecken temporär zur Verfügung zu stellen

Greenpeace würdigt insbesondere den dortigen provisorischen neuen Fahrradstreifen, den die Stadt entlang der Kurfürsten-Anlage eingerichtet hat. Seit 12. Oktober 2020 verbessert die neue Radspur zwischen Kaiserstraße und Römerkreis stadteinwärts die Führung des Radverkehrs auf der wichtigen Ost-West-Verbindung. Dafür ist ein Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr entfallen. Die Auszeichnung „Radwende Jetzt“ soll die Stadt dazu motivieren, weitere Strecken temporär den Radfahrenden zur Verfügung zu stellen.

„Es ist erfreulich, dass Greenpeace unsere Anstrengungen für den Radverkehr sieht und honoriert. Wir wollen in Heidelberg diese Linie weiterverfolgen: den Fuß- und Radverkehr fördern, die Qualität im ÖPNV sichern und ausbauen, nachhaltige Mobilität übergreifend planen und den Autoverkehr langfristig reduzieren. Dass wir nicht untätig sind, zeigen zum Beispiel die wiederholte Auszeichnung als ‚Fahrradfreundliche Kommune‘ oder die Erhebung ‚MiD – Mobilität in Deutschland 2018‘. Diese belegt, dass Heidelbergerinnen und Heidelberger 26 Prozent aller Wege bereits mit dem Fahrrad zurücklegen: Damit ist Heidelberg Spitzenreiter in Baden-Württemberg! Der erfreulich hohe Anteil zeigt, dass wir bereits gute Rahmenbedingungen für den Radverkehr geschaffen haben. Und da machen wir weiter.“

Das tut Heidelberg für den Radverkehr

Die Stadt Heidelberg setzt sich seit langem für den Ausbau des Radverkehrs in und um Heidelberg ein. Im Jahr 2020 hat die Stadt bereits verschiedene größere Projekte umgesetzt, zum Beispiel die neue Radspur in der Kurfürsten-Anlage, die neue Fahrradstraße in der Gaisbergstraße, die Neuordnung der Parkierung in der Ladenburger Straße und damit einhergehend der Radverkehrsverbindung. In den kommenden Jahren sind zahlreiche weitere Projekte geplant, zum Beispiel:

  • Friedrich-Ebert-Anlage: In Richtung Adenauerplatz zwischen Grabengasse / Schießtorstraße und Nadlerstraße ist die Markierung eines Fahrstreifens als Zuführung zum Radkreuz Adenauerplatz geplant.
  • Radverkehr entlang der B37: Auf der B37 nach Neckargemünd findet ein wissenschaftlich begleiteter Verkehrsversuch statt. In Abstimmung mit dem Land wird dem Radverkehr einer von vier Fahrstreifen zur Verfügung gestellt.
  • Besseres Radverkehrsnetz: Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr (AG Rad) wird unter anderem an der Aufwertung von sechs Fahrrad-Regionalachsen im und ins Heidelberger Umland gearbeitet.
  • Fahrradhauptachse und neue Radbrücken: Es laufen die Planungen für eine Fahrradhauptachse zwischen dem Heidelberger Süden und dem Neuenheimer Feld. Dazu zählen folgende neue Brücken: die Gneisenaubrücke zwischen Bahnstadt und Bergheim sowie die Neckarbrücke.
  • Fahrradparkhäuser: Am westlichen Ende des Hauptbahnhofs soll ein neuer Platz, der Stadtbalkon, mit einem darunterliegenden Fahrradparkhaus mit rund 750 Stellplätzen entstehen. Südlich des Hauptbahnhofs soll am Europaplatz ebenfalls ein Fahrradparkhaus mit rund 1.900 Fahrrad-Stellplätzen entstehen.
  • Radschnellverbindungen: Derzeit sind zwei Radschnellverbindungen (Richtung Mannheim und Schwetzingen) in unterschiedlichen Planungsstadien in Arbeit.

Die Stadtverwaltung will den Rad- und Fußverkehr nicht nur kurzzeitig, sondern langfristig und nachhaltig fördern. Die Entscheidung über die notwendigen Finanzmittel zu den Einzelprojekten trifft der Gemeinderat.

 

(Quelle: Stadt Heidelberg)