Katzenleid beenden: Deutschlandweit leben etwa zwei Millionen heimatlose Katzen unter schlimmsten Bedingungen und vermehren sich oft ungehindert. Unzählige leiden an Unterernährung, sterben früh oder verletzen sich im Straßenverkehr. Einige sind von Parasiten befallen, durch Tierquäler gefährdet oder leiden ihr Leben lang an schweren, unversorgten Krankheiten. Selten werden heimatlose Katzen von Tierfreunden medizinisch versorgt.
Um dieses Tierleid zu verringern, hat der Gemeinderat der Stadt Heidelberg vergangene Woche die Einführung einer Katzenschutzverordnung beschlossen. Die Verordnung tritt am 1. Dezember 2026 in Kraft. Auf dieser Grundlage sollen Freigängerkatzen künftig kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Population von heimatlosen Katzen auf Dauer zu reduzieren und ihr Leid zu verhindern. PETA lobt die tierfreundliche Entscheidung und fordert für Baden-Württemberg eine landesweite Katzenschutzverordnung.
„Der Beschluss in Heidelberg trägt langfristig dazu bei, das Elend vieler freilaufender und heimatloser Katzen deutlich zu verringern. Wir danken den Verantwortlichen für diese tierfreundliche und zukunftsweisende Entscheidung“, so Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Es wäre wünschenswert, dass die Verordnung ausgeweitet und weitere Städte und Gemeinden diesem Beispiel folgen würden. Da Katzen keine Ortsgrenzen kennen, bleibt es jedoch unerlässlich, dass Baden-Württemberg eine landesweite Regelung zum Schutz der Tiere einführt.“
Berlin, Bremen und Niedersachsen gehen mit gutem Beispiel voran
Aktuell sind zahlreiche Tierheime in Deutschland überfüllt und verhängen Aufnahmestopps; insbesondere Katzen können kaum noch untergebracht werden. Die Vierbeiner zu versorgen, strapaziert Tierschutzvereine und Katzenhilfen finanziell und fordert ihre Mitarbeitenden bis an die Belastungsgrenze. Unkastrierte Freigängerkatzen tragen erheblich zur Überpopulation und damit zur Not der heimatlosen Tiere bei. Niedersachsen hat im Juni eine landesweite Katzenschutzverordnung auf den Weg gebracht. Berlin und Bremen haben sie bereits umgesetzt.
(Quelle: PETA Deutschland e.V.)