Die „Internationale Grüne Woche“ in Berlin (17. – 26. Januar 2014) steht auch dieses Jahr wieder unter dem Eindruck von Landwirtschaftsskandalen wie der drohenden Einfuhr von Hormonfleisch aus den USA, illegalen Ferkeltötungen und dem hohen Antibiotika-Einsatz in der Tiermast. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte sind diese Missstände systembedingt. Der Verband fordert neue Ernährungskonzepte, frei von tierischen Produkten, und eine Wende hin zu einer tierlosen Landwirtschaft. „Auch wenn wir heute noch belächelt werden: Unser Verband verfolgt als Tierrechtsorganisation das Ziel einer tierlosen Landwirtschaft. Im Rahmen dieses Prozesses fordern wir, den Anteil einer boden- und umweltverträglichen Pflanzenproduktion drastisch zu erhöhen – hier sind umgehend Anreize durch Fördermaßnahmen zu schaffen“, so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Die Tierrechtler betonen, dass der Systemwechsel keinen Aufschub mehr dulde. Die Folgen der noch immer boomenden tierquälerischen Intensivtierhaltung für Tiere, Mensch und Umwelt seien bekannt. Erst im November 2013 habe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die aktuellen Zahlen zum Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung veröffentlicht. Danach ist der Verbrauch mit 1.619 Tonnen in 2012 weiterhin viel zu hoch. Als Folgewirkung warnen Mediziner und Gesundheitsorganisationen vor einer globalen Bedrohung durch multiresistente Keime. Zum Leid der Tiere würden ebenfalls immer wieder neue Skandale enthüllt, wie kürzlich das illegale Erschlagen von schwachen Ferkeln in Schweinezuchtanlagen.

Der Verband verlangt jedoch nicht nur von der Politik radikale Maßnahmen. Er ruft auch die Verbraucher auf, ihren Einfluss zu nutzen und sich ethisch und ökologisch verträglich zu ernähren – indem sie auf den Konsum von Produkten vom Tier verzichten.

Praktische Unterstützung bietet der Verband auf seinem Rezept- und Informationsportal an:
www.culinaria-vegan.de