Der Stadtrat der Stadt Worms erklärt sich mit den Fahrgästen / Pendlern der Züge IC 2284/2285 solidarisch und fordert die DB Fernverkehr AG auf, auf die geplante Streichung des Zugpaares mit dem Fahrplanwechsel zum 14. Dezember 2014 zu verzichten und die Strecke in bisheriger Weise weiter zu bedienen! In der Mitteilung der Stadt Worms heißt es:

„In Ballungszentren ist Wohnraum in der Regel knapp und teuer. Als Folge davon liegen Arbeitsstätten und Wohnort räumlich auseinander und die Arbeitnehmer sind gezwungen, täglich zwischen beiden zu pendeln. Für viele ist es die einzige Möglichkeit, einen Arbeitsplatz zu finden. Die Betroffenen sind abhängig von einer guten Verkehrsverbindung, um den Spagat zwischen Erhalt des Arbeitsplatzes und Familie zu schaffen – genau so einer Verkehrsverbindung, wie sie die Bahn jetzt streichen will. Mit Umweltbewusstsein und gezielter Familienförderung ist es nicht vereinbar, dass ein Konzern wie die Bahn AG, die damit wirbt, wie umweltschonend das Reisen mit dem Zug sei, genau entgegen diesen Grundsätzen handelt. Die Streichung des Zugpaares führt dazu, dass viele Fahrgäste auf den Pkw umsteigen müssen, um in überschaubarer Zeit die Strecke zwischen Arbeitsstätte und Wohnort bewältigen zu können. Die Umweltbelastung wird sich erhöhen und Kunden gehen verloren. Das ist umso unverständlicher, als nach unseren Kenntnissen und Rückmeldungen vieler Betroffener bei Politik und Verwaltung das genannte Zugpaar gut frequentiert ist.”

Vor diesem Hintergrund sei der Stadtrat der Stadt Worms der Überzeugung, dass sich die geplante Streichung des Zugpaares IC 2284/2285 für alle Beteiligten, sowohl dem Konzern DB AG durch den Verlust von Kunden als auch den Pendlern und der ganzen Region um Worms, nachteilig auswirke und zurückgenommen werden müsse.