Positive Nachricht aus Mainz: Wie die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken mitteilte, wird das Land nun auch die mit 200.000 Euro veranschlagte Abdichtung des Seebachs mit 90 Prozent bezuschussen. Ursprünglich hatte die Stadt Worms für die Sanierung eines Teilabschnittes des alten, undicht gewordenen Gewässers aus den 30er Jahren 90.000 Euro bereitgestellt. Dabei war man von einer 90-prozentigen Förderung des Landes Rheinland-Pfalz ausgegangen. Nach eingehender Prüfung und verschiedenen Ortsterminen zeigte sich jedoch, dass nur eine komplette Erneuerung des maroden Seebachs zwischen dem Verteilerbauwerk an der B 9 und der ehemaligen Bahntrasse auch dauerhaft die gewünschte Wirkung erzielen würde. Die Gesamtkosten stiegen im Vorplanungsprozess auf insgesamt 200.000 Euro an. Das Land Rheinland-Pfalz hatte hierfür einen Zuschuss von 60 Prozent zugesagt, seitens der Stadt wurde dagegen ein Zuschuss von 90 Prozent aus dem Förderprogramm „Aktion Blau“ im Zusammenhang mit der erfolgten Renaturierung des Seegrabens gefordert. Aufgrund des geringeren Zuschusses durch das Land wurde das Projekt seitens der Stadt wegen des erheblich gestiegenen städtischen Eigenanteils zwischenzeitlich vorläufig zurückgestellt.

Eine für alle Beteiligten zufrieden stellende Lösung konnte jetzt schließlich durch das Engagement politischer Mandatsträger erzielt werden. In einem gemeinsamen Brief hatten sich die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und Jens Guth sowie der Rheindürkheimer Ortsvorsteher und Landtagsabgeordnete Adolf Kessel (CDU) und sein Fraktionskollege im Landtag, Thomas Günther, an Umweltministerin Ulrike Höfken gewandt. Deren Auffassung, die Maßnahme hänge direkt mit der Renaturierung des Seegrabens zusammen und sei deshalb förderfähig aus der „Aktion Blau“, teilte die Umweltministerin nach Prüfung und stimmte nun auch der Bezuschussung der höheren Baukosten mit 90 Prozent zu.

„Schon seit Jahren wird das Thema intensiv in Politik und Öffentlichkeit diskutiert. Wir sind froh und erleichtert, dass wir mit der Förderzusage des Landes nun den Seebach abdichten können. Mein besonderer Dank gilt den beteiligten Abgeordneten im rheinland-pfälzischen Landtag, die sich gemeinsam und parteiübergreifend zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger für die erhöhte Förderung stark gemacht haben, sowie Umweltministerin Höfken für deren Förderzusage“, zeigt sich Worms Oberbürgermeister Michael Kissel erleichtert, nun doch den undichten Seebach sanieren zu können. Die Baumaßnahme soll nach förmlicher Bewilligung der Fördermittel 2014 durchgeführt werden.