Der Wormser „Haushalt im Dialog“ startet in 2014 ein wenig früher als gewohnt: Bereits ab 5. Mai 2014 können Vorschläge gemacht, bewertet und kommentiert werden. Es ist die vierte Auflage der Bürgerbeteiligungsform, an der sich Jahr für Jahr Bürger mit verschiedensten Ideen zur Gestaltung des städtischen Haushalts einbringen können. Allein 2013 beteiligten sich 1.240 Internetnutzer am „Haushalt im Dialog“, indem sie auf der Internetplattform 204 Vorschläge einbrachten, kommentierten und bewerteten. „Die Beteiligungszahlen haben sich bisher jährlich gesteigert, was zeigt, dass in der Bevölkerung der Bedarf für eine solche Beteiligungsform da ist“, macht die Projektverantwortliche Tatjana Lösch deutlich. Diesen Erfolg wolle man seitens der Stadt nachhaltig sichern und entwickele daher den „Haushalt im Dialog“ kontinuierlich weiter. Deshalb wird es in diesem Jahr einige Neuerungen geben.

Deutlich mehr Einfluss auf das Verfahren sollen die Ortsbeiräte erhalten. Sie können diesmal eigene Vorschläge, die ihre jeweiligen Stadtteile betreffen, auf der Online-Plattform eingeben. Diese können dann ausschließlich von Teilnehmern aus dem betreffenden Stadtteil gelesen, kommentiert und bewertet werden. Aus jedem Stadtteil wird der am besten bewertete Vorschlag an den Stadtrat weitergegeben. Somit wird der Stadtrat in 2014 erstmals nicht nur über die besten Bürgervorschläge, sondern auch über die besten Ortsbeiratsvorschläge beraten.

Beteiligen können sich alle interessierten Bürger bis zum 1. Juni 2014. Ortsbeiräte können bereits vor Beginn der aktiven Phase Vorschläge eingeben und diese noch bis zum 5. Mai ändern. „Mit dieser neuen Variante kommen wir dem Wunsch der Ortsbeiräte nach einer stärkeren Mitwirkung entgegen und eröffnen die Möglichkeit, den „Haushalt im Dialog“ stärker auf die Stadtteile zu beziehen“, erläutert Lösch den Grund für die Ausweitung des Verfahrens.

Daneben bleibt die ursprüngliche Idee, Vorschläge der Bürger zu sammeln, weiterhin bestehen. Selbstverständlich können diese auch diesmal wieder diskutiert und bewertet werden. „Schließlich ist dies der Grundgedanke eines Bürgerhaushalts und für die Teilnehmer, wie auch unsere Umfrage im Februar 2012 gezeigt hat, eine der Hauptmotivationen, sich zu beteiligen und so eigene Ideen vor den Stadtrat zu bringen“, betont Lösch. Viele der Vorschläge aus den Vorjahren seien bereits umgesetzt und auf den Weg gebracht worden. „2012 wurden zum Beispiel die Sanierung der Schultoilette im Eleonoren-Gymnasium und der Sporthalle der Paternus-Grundschule, 2013 die Klassensaalerweiterung der Westend-Grundschule durch den „Haushalt im Dialog“ initiiert“, so Lösch. Vorschläge zur Anbringung von Stadtplänen am Bahnhof, zum Aufstellen von Fahrradständern am Festplatz, zum Ausbessern des Radweges bei Evonik und zur Einführung eines Energiemanagementsystems seien von der Verwaltung aufgegriffen worden.

Aus terminlichen Gründen können in diesem Jahr allerdings nicht die Investitionsprojekte der Verwaltung – wie 2013 möglich – bewertet werden. Nach Abschluss der aktiven Phase wird sich die Verwaltung mit den Vorschlägen der Ortsbeiräte und der Bürger befassen und schließlich die insgesamt 43 bestbewerteten Ideen (30 Bürger- und 13 Ortsbeirätevorschläge) dem Stadtrat vorlegen.

Wer mitmachen möchte, kann sich anmelden unter:
www.dialog-worms.de