Die Landrätin Theresia Riedmaier informierte in diesen Tagen darüber, dass es mit dem zweiten Bauabschnitt der Geh- und Radwegeverbindung von Wernersberg nach Annweiler zwischen der Einmündung B 48 und Annweiler nun bald weitergehen könnte. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) hat der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße im Dezember 2013 den Planfeststellungsbeschluss übergeben, wonach mit den weiteren Umsetzungsmaßnahmen des Projekts begonnen werden kann. Gehen bei der zuständigen Verbandsgemeinde Annweiler in den nächsten vier Wochen keine Einwände gegen das Bauvorhaben ein, werde über die Finanzierung der Maßnahme beraten, so die Aussage des LBM.

Riedmaier begrüßte die Entscheidung: „Der Bau des Geh- und Radweges bedeutet mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf dieser Strecke. Momentan müssen Radfahrer und Fußgänger die stark und schnell befahrene Bundesstraße B 48 zwischen Wernersberg und Annweiler nutzen – gefährliche Überholmanöver sind hier keine Seltenheit.“ Da die Bevölkerung den bisherigen Radweg sehr gut annehme und auch viele Kinder und Jugendliche den Weg nutzen würden, sei es ihr ein besonderes Anliegen, dass dieser nun mit dem zweiten Bauabschnitt fortgeführt werde, betonte die Landrätin.

Dieser geplante Bauabschnitt wird straßenbegleitend westlich der B 48 verlaufen. Er verbindet den 2002 fertig gestellten ersten Bauabschnitt ab der Einmündung B 48 / K 1 und den Queichtalradweg bei Annweiler. Die Streckenlänge beläuft sich auf rund 1,2 Kilometer, konzipiert ist der Radweg mit einer Breite von 2,50 Meter. Im Zuge des Radwegebaus werden auch Brückenarbeiten notwendig sein. „Ich freue mich, dass mit diesem zweiten Bauabschnitt die Lücke im Radwegenetz der Verbandsgemeinde Annweiler geschlossen werden kann. Auch mit Blick auf den Tourismus der Region wird diese neue Verbindung von Bedeutung sein, da somit ein Anschluss an das großräumige Radwegenetz des Landes Rheinland-Pfalz erfolgt und der Weg mit in den Radwegeplan aufgenommen wird“, so Riedmaier.

Der erste Bauabschnitt von Wernersberg bis an die Einmündung B 48 / K 1 wurde im Juni 2003 eröffnet. Bei der Umsetzung des zweiten Bauabschnittes war es dann zu verschiedensten Problemen gekommen. So berührte die Trassenführung das Gebiet des „Biosphärenreservates Pfälzerwald“, womit ein Planungsverbot für dieses Vogelschutzgebiet herrschte. Nach Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens 2009 gab es gegen das Vorhaben Einwände aus naturschutzrechtlicher Sicht, weswegen noch eine nähere Umweltstudie und eine Verträglichkeitsprüfung erforderlich wurden. Weiterhin musste sich der Landesbetrieb Mobilität noch um eine Einigung mit den Grundstückseigentümern bemühen. Den Anforderungen an den Natur- und Landschaftsschutz konnte schließlich entsprochen werden und auch mit den Grundstückseigentümern wurde eine Einigung erzielt.