Welche Rolle können Sport, Ernährung und Gewichtsreduktion dabei spielen, das Risiko für Brustkrebs oder andere Krebserkrankungen der Frau zu verringern? Kleine Anpassungen des Lebensstils mit deutlichen, wissenschaftlich belegten Effekten stellt Dr. Marina Haas, Oberärztin am Brustzentrum der GRN-Klinik Weinheim, am 25. Juni 2014 um 18.30 Uhr im Ärztehaus II (Raum Florenz), Röntgenstraße 3, in Weinheim vor. Dabei gibt sie auch konkrete Empfehlungen, wie Frauen, die bereits an Brust-, Eierstock-, Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind, ihren Körper bei der Genesung unterstützen, Nebenwirkungen der Therapie verringern und ihr Rückfallrisiko senken können. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„Ich möchte zeigen, dass man mit nicht allzu großer Mühe und kleinen, aber konsequenten Veränderungen des Lebensstils selbst Einiges tun kann, um Krebserkrankungen aktiv entgegenzutreten“, beschreibt Dr. Haas die Zielsetzung der Veranstaltung. So ist z.B. bei Patientinnen nach einer Brustkrebsbehandlung, die regelmäßig leichten Sport wie Nordic Walking oder Radfahren betreiben, das Risiko für einen Rückfall nur halb so hoch wie bei Frauen, die sich nicht sportlich betätigen. Bei einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung sinkt dieses Risiko immerhin um ein Drittel. „Insgesamt kann man sagen, dass ein gesunder Lebenswandel das Erkrankungsrisiko deutlich senkt“, betont die Gynäkologin. „Dazu gehört, auf das Gewicht zu achten, sich ausreichend zu bewegen und ausgewogen zu ernähren.“ Tipps, wie sich diese allgemeinen Empfehlungen am besten umsetzen lassen, gibt es beim Vortrag.

Eines ist Dr. Haas besonders wichtig: Selbst ein optimaler Lebensstil ist keine Garantie dafür, nicht doch einmal an Krebs zu erkranken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind daher unverzichtbar, denn je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser die Heilungschancen.