MVZ Weinheim Außenansicht

Das Medizinische Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin ist im Untergeschoss des neuen Ärztehauses (Röntgenstraße 3) untergebracht. Foto: Dirk Neuhof

Am Montag, 12. August 2013, beginnt der Praxisbetrieb im neuen Medizinischen Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin in Weinheim: Die ersten Patienten stellen sich zur Strahlentherapie vor. Bis der hochmoderne Linearbeschleuniger tatsächlich in Betrieb geht und die Therapie beginnen kann, werden dann noch drei Wochen vergehen. Diesen Vorlauf benötigen die Mediziner für eine sorgfältige Bestrahlungsplanung. Das Medizinische Versorgungszentrum im Neubau des Ärztehauses in der Röntgenstraße 3 (in direkter Nachbarschaft zur GRN-Klinik Weinheim) schließt eine Lücke in der Patientenversorgung im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis und Südhessen: Bisher gab es dort keinen Standort für Strahlentherapie, so dass Patienten weite Anfahrten auf sich nehmen mussten. Gegründet wurde das Medizinische Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin Weinheim gemeinsam vom Universitätsklinikum Heidelberg und der Radiologischen Praxis Dr. Nunninger, Dr. Bock als eigenständige GmbH. Der zweite Schwerpunkt des Zentrums, die Nuklearmedizin, startet im Oktober.

Hohe Versorgungsqualität und enge Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum Heidelberg

Das Behandlungsspektrum der Strahlentherapie in Weinheim umfasst sowohl bösartige Tumoren (z.B. Mamma- und Prostatakarzinome) als auch gutartige Erkrankungen wie Fersensporn, Tennisellenbogen und degenerative Gelenkerkrankungen. „Mit unserem hochmodernen Linearbeschleuniger können wir Patienten wohnortnah eine Therapie in der gleichen hohen Qualität wie am Universitätsklinikum Heidelberg bieten“, sagt PD Dr. Dirk Neuhof, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums, der bislang als Oberarzt in der Abteilung Radioonkologie und Strahlenmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg tätig war. Auch zukünftig wird er in engem Kontakt mit seinen Heidelberger Kollegen stehen, denn nach der Erstvorstellung der Patienten in Weinheim plant Dr. Neuhof die Bestrahlung mit Hilfe der Computertomographie gemeinsam mit ihnen. Dabei wird präzise festgelegt, welche Areale die hochenergetische Photonenstrahlung aus dem Linearbeschleuniger – eine besondere Form der Röntgenstrahlung – treffen soll, ohne dabei umliegendes gesundes Gewebe zu zerstören.

„Dass die Therapie nahe am Wohnort erfolgen kann, bedeutet für die Patienten eine große Entlastung“, betont Dr. Neuhof. So umfasst in der Regel die Bestrahlung von Brustkrebs einen Zeitraum von fünf bis sechs Wochen, in dem die Patienten täglich von Montag bis Freitag zur Behandlung kommen müssen.