Weinheim Luftbild

Das Areal westlich des Weinheimer Hauptbahnhofs. Foto: Stadt Weinheim

Es ist eine Chance für die Stadtentwicklung in Weinheim: Die Firma Freudenberg, die im Nordwesten der Stadt angesiedelt ist, plant eine Verlegung der hauptsächlichen Verkehrsanbindung raus aus der Stadt an die Hauptverkehrsstraßen im Norden Weinheims. Die neue Erschließung ist Teil eines Masterplans, mit dem das Weltunternehmen den Standort Weinheim stärken will. Nach eigenen Angaben will die Firma rund 4,7 Millionen Euro in diese Zukunfts-Maßnahme investieren.

Der Großteil des Zulieferverkehrs soll künftig über eine „Nordanbindung“ geführt werden. Ebenso sollen im Norden des Gebiets weitere Parkplätze für die Mitarbeiter entstehen. Für die Stadt bedeutet diese Verlegung eine Verkehrsentlastung der Innenstadt, insbesondere des Areals „Westlich des Hauptbahnhofs“. Nach Angaben des Unternehmens werden die Straßen um das bisherige Haupttor um mehr als 200 Lastwagen pro Tag entlastet. Daraus ergebe sich, so die Weinheimer Stadtplaner, eine deutliche Aufwertung des Wohngebietes, das nach dem Wunsch von Verwaltung und Gemeinderat zu einem Sanierungsgebiet erhoben werden soll.

Im Zuge der künftigen Nordanbindung kann die Stadt Weinheim eine baufällige Brücke abreißen, die bislang den Norden des Freudenberg-Industrieparks erschlossen hat. Diese „Langmaasbrücke“ wird dann durch eine schmalere Brücke ersetzt, die zumindest von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Ingesamt wird sich die Stadt Weinheim an der gesamten Maßnahme, inklusive des Brückenneubaus, mit rund 1,2 Millionen Euro beteiligen. Nach einem positiven Grundsatzbeschluss des Weinheimer Gemeinderates werden das Unternehmen und das Amt für Stadtentwicklung nun ihre Planungen fortsetzen.