Rippenweier

Foto: Stadt Weinheim

Sie sind ein Erfolgsmodell und ein energetisches Vorzeigeprojekt: Die Keltensteinhalle und das Feuerwehrhaus in Weinheim-Rippenweier. Seit zwei Jahren werden diese beiden öffentlichen Gebäude mit Wärme versorgt, die auf dem ortsansässigen Hof von Werner Bitsch durch eine Holzhackschnitzel- und Scheitholzanlage erzeugt wird. Nun liegen erste Verbrauchszahlen vor, und es kann eine erste Bilanz gezogen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energieteams der Weinheimer Stadtverwaltung und Ortsvorsteherin Anja Blänsdorf verschafften sich jetzt noch mal selbst einen Überblick.

Neue Wärmeversorgung reduziert Verbrauch um fast 20 Prozent – spart über 10.000 Euro pro Jahr

Die Nahwärmeversorgung mit moderner Regelungsteuerung ermöglicht gegenüber den bisherigen Nachtspeicheröfen eine bessere Anpassung an die Nutzungszeiten. Dadurch konnte in der Keltensteinhalle und im Feuerwehrgebäude der witterungsbereinigte Wärmeverbrauch in den letzten beiden Jahren im Vergleich zu 2011 um fast 20 Prozent reduziert werden. Durch die Verbrauchsreduzierung und den Umstieg auf den kostengünstigeren Energieträger Holz spart die Stadt über 10.000 Euro Energiekosten pro Jahr. Zusätzlich wird die CO2-Bilanz verbessert, denn Holz gilt als CO2-neutral, weil beim Verbrennen von Holz maximal so viel CO2 freigesetzt wird, wie beim Wachstum des Baumes im Holz gespeichert wurde. Zudem stammt das Holz aus heimischen Wäldern, so dass weite Transportwege entfallen.

Nachdem aus den vergangenen beiden Heizperioden Erfahrungen vorliegen, wurden nun bei einem Ortstermin die vorhandenen Einstellungen überprüft und optimiert. So konnten u.a. die Heizzeiten noch besser an die verschiedenen Nutzungen angepasst und die Steuerung der Fußbodenheizung, die zur Unterstützung der Lüftungsanlage wieder in Betrieb genommenen wurde, verbessert werden. Neben der Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien wird auf dem Dach der Keltensteinhalle sogar noch Energie produziert. Dort hat die Energiegenossenschaft Hohe Waid eine Photovoltaikanlage installiert, die seit 2012 Ökostrom in das Stromnetz einspeist. Die Keltensteinhalle gelte als Vorzeigeobjekt, so Jutta Ehmsen vom kommunalen Energieteam, weil dort bewiesen werde, dass ökologische Maßnahmen durch gemeinsame Initiativen von Privaten, des Ortschaftsrats und der Verwaltung wirtschaftlich umgesetzt werden können.