Führung "Marie"

Foto: Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Das kleine Bergbaurevier zwischen Großsachsen und Hohensachsen hat Einiges zu bieten. Seit 2008 arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald an der Erforschung der Bergbauspuren rund um die beiden Orte und hat dabei nicht nur ihr Augenmerk auf die Grube Marie, sondern auch auf die vielen Anlagen auf Hirschberger Gemeindegebiet gelegt.

Durch den neuen Verbindungsweg im Verlauf des „Blütenwegs“ bietet sich nun die Möglichkeit, in einer rund vierstündigen Wanderung die Geologie und Bergbaugeschichte in diesem Gebiet hautnah zu erleben. Im Rahmen des Festjahres anlässlich der Ernennung der Region zum „UNESCO Geopark“ führt die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald am 16. Juli 2016 Interessierte auf einer Bergbauwanderung zu den Stollenanlagen und geologischen Aufschlüssen in diesem Gebiet.

Vom Wanderparkplatz „Kohlbach“ bei Hohensachsen geht es durch die Weinberge entlang der tertiären Meeresküste. Der Weg passiert dann die Randverwerfung des Oberrheingrabens; in einem kleinen Steinbruch finden sich erste Erzspuren. Nach einem steilen Abstieg wird die Grube „Hülfe Gottes“ erreicht, die mit zeitgeschalteter Beleuchtungsanlage einen Blick in den Berg erlaubt. Über den vor einigen Jahren angelegten „Knappenweg“ geht es vorbei an weiteren Bergbaurelikten über den Hundskopf hinab ins Kohlbachtal, wo natürlich auch ein Besuch der „Grube Marie“ ansteht. Hier wird der Wandel der Bergbautechnik vom Mittelalter in die Neuzeit hinein deutlich: Die frühe Sprengtechnik (bergmännisch: das „Schießen“) erlaubte den Abbau von Erzpartien, die die Bergleute des Mittelalters wegen ihrer großen Härte stehen lassen mussten. Von der Besuchergrube aus führt die Wanderung am verschütteten Eingang des Wasserslösungsstollens vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Grube Hülfe Gottes

Die Grube “Hülfe Gottes”. Foto: Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Treffpunkt für die Wanderung ist der Parkplatz „Kohlbach“ bei Weinheim-Hohensachsen am Samstag, 16. Juli, um 10.00 Uhr. Die Wanderung wird etwa 3,5 bis 4 Stunden in Anspruch nehmen, erfordert etwas Ausdauer und gutes Schuhwerk (steile Wege). Am Hundskopf wird eine kurze Rast eingelegt (Rucksackverpflegung). Die Führung ist kostenfrei, eine Spende zum Erhalt der Grube Marie und für die weitere Forschung im Gebiet ist erwünscht.

Für Rückfragen und Anmeldung:
j.babist@geo-naturpark.de