Beckenbodensenkungen und unwillkürlicher Harnverlust (Inkontinenz) können die Lebensqualität stark einschränken, zumal bei Frauen häufig beide Störungen gleichzeitig auftreten. Dabei handelt es sich nicht nur um Erkrankungen im hohen Alter – auch viele jüngere Frauen leiden darunter. Der erste und wichtigste Schritt zur Kontinenz ist für Betroffene die aktive Suche nach individueller Beratung und professioneller Hilfe. Die Scham, sich jemandem anzuvertrauen, ist jedoch leider noch immer groß. Um möglicherweise Betroffenen diesen ersten Schritt zu erleichtern, laden Dr. Lelia Bauer, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, und ihr Team zu einem Vortrag am Mittwoch, 26. Februar 2014 (18.30 Uhr), in die Cafeteria der GRN-Klinik Weinheim (Röntgenstraße 1) ein. Thema: „Was tun bei Blasen- und Beckenbodenschwäche?“ Die Veranstaltung ist gleichzeitig Auftakt einer vierteiligen Vortragsreihe mit verschiedenen gynäkologischen Themen unter dem Motto „Was Frauen bewegt“.

„Mit einer qualifizierten Abklärung der Beschwerden und der passenden Therapie kann den meisten Betroffenen bei Blasen- und Beckenbodenschwäche geholfen werden“, betont Lelia Bauer. „Leider vergehen im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre, bis sich die Frauen einem Arzt anvertrauen. Dieser unnötigen Schwellenangst möchten wir entgegenwirken.“ Das Beckenbodenzentrum der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik Weinheim ist eine zentrale Anlaufstelle für Patientinnen mit Inkontinenz- und Senkungsproblemen in der Region Rhein-Neckar, Bergstraße und Odenwald.

Seit Februar 2012 ist die Abteilung unter der Leitung von Chefärztin Dr. Bauer durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V. als zertifizierte Beratungsstelle anerkannt. Ein auf die Beckenboden-Problematik spezialisiertes Team steht Hilfesuchenden jederzeit für Beratung und Therapie zur Verfügung. Modernste Diagnostik hilft, das Problem exakt zu erkennen und einen individuellen Behandlungsvorschlag auszuarbeiten.

Das Prinzip der Weinheimer Expertinnen und Experten lautet, gemäß den aktuellsten Fachleitlinien und Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion: „Alle medikamentösen und unterstützenden Methoden – wie beispielsweise Beckenbodengymnastik – werden ausgeschöpft, ehe zu einer Operation geraten wird.“ Sollte jedoch eine Operation unumgänglich sein, werden schonende und moderne Techniken einschließlich band- und netzunterstützter Eingriffs-Methoden eingesetzt.

Alle Termine der Vortragsreihe:

  • 26. Februar 2014: “Was tun bei Blasen- und Beckenbodenschwäche?” / GRN-Klinik Weinheim, Cafeteria.
  • 26. März 2014: “Schlüssellochchirurgie bei Erkrankungen der Frau.” / Ärztehaus II (in unmittelbarer Nachbarschaft der GRN-Klinik Weinheim, Röntgenstraße 3), Raum Florenz.
  • 7. Mai 2014: “Onkologische Reha – was ist das und warum ist sie wichtig?” / Ärztehaus II, Raum Florenz.
  • 25. Juni 2014: “Lifestyle und Krebserkrankungen der Frau”. / Ärztehaus II, Raum Florenz.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.