Die Koronare Herzkrankheit ist Thema eines Vortrags am Donnerstag, 9. Januar 2014 (19.30 Uhr), im Saal der Volkshochschule (VHS), Luisenstraße 1, in Weinheim. Dr. Frank Höltermann, Leitender Arzt der Sektion Kardiologie, Angiologie und Pneumologie an der GRN-Klinik Weinheim, wird dabei über Risikofaktoren, Diagnostik und Therapie informieren. Der Einritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Koronare Herzkrankheit zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Herzens. Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von ihr betroffen. Unbehandelt führt sie zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen, in manchen Fällen zu einer schweren Herzschwäche, zu Herzinfarkt und letztendlich zum Tod. Jährlich erleiden in Deutschland über 200.000 Menschen einen Herzinfarkt, etwa 55.000 sterben daran.

Die Koronare Herzkrankheit ist charakterisiert durch Einengungen oder Verschlüssen in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien). Infolge des behinderten Blutstroms kann das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies führt ab einem gewissen Schweregrad bei Anstrengungen oder in der Kälte zu heftigen Schmerzen in der Brust, z.T. mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Rücken, den Oberbauch oder den Unterkiefer. Oft sind die Beschwerden aber auch völlig atypisch, insbesondere bei Frauen. In manchen Fällen tritt z.B. nur Luftnot auf. Halten die Beschwerden auch im Ruhezustand an, kann dies auf einen Herzinfarkt hinweisen. Dann ist schnelles Handeln ganz wichtig. Hier geht es um Leben oder Tod, zumindest um ein Überleben mit möglichst geringen Folgeschäden.

Ausführlich wird Dr. Höltermann auf die abgestufte Diagnostik eingehen, u.a. auf neueste Techniken wie Stressecho, Kardio-CT und Kardio-MRT sowie auf die vielfältigen Therapiemöglichkeiten – medikamentös, mittels Kathetertechniken oder operativ. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Akutbehandlung eines frischen Herzinfarktes. Den Abschluss des Vortrags bilden Ratschläge, wie man am besten dieser Krankheit vorbeugen kann.