Weinheim Heilkräutergarten

Foto: Stadt Weinheim

Was wünscht sich wohl ein Garten zum Geburtstag? Ein bisschen Regen wäre nicht schlecht . . . So nahmen es die ehrenamtlichen Hobby-Gärtnerinnen um die Weinheimer „Kräuterfee“ Astrid Eichelroth mit Fassung und gärtnerischer Gelassenheit, dass es nach Tagen strahlenden Sonnenscheins just am Samstag, 25. April 2015, dem Tag der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehens des Weinheimer Heilkräutergartens auf den Terrassen am Blauen Hut des Weinheimer Schlossparks, ein leichter warmer Regen einsetzte. Zumindest das grün-gedeihende Geburtstagskind dankte es.

Für die Geburtstagsgäste gab es frischen Bärlauch und Gebackenes mit Kräutern aus dem Garten. Schmackhaft und gesund. „Wer sich mit den heilenden Kräutern dieses Gartens ernährt, kommt gesund und fit durch alle Jahreszeiten“, bescheinigte Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Für ihn ist der Weinheimer Heilkräutergarten „vieles in Einem“, wie er beschrieb: Ein Lehrgarten für Pflanzenfreunde, auch für Kindergärten und Schulklassen, ein Rückzugsort, ein Refugium für Naturliebhaber und Freunde der Stille an diesem eher abgelegenen Teil des Schlossparks, ein gärtnerisches Kleinod und eine touristische Attraktion. OB Bernhard: „Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen das Jahr über den Weinheimer Schlosspark besuchen, aber es sind einige Zehntausend, und viele davon werden von diesen wunderbaren Terrassen am Blauen Hut angelockt.“

Symbol für bürgerschaftliches Engagement

Der Garten sei daher sowohl für die Weinheimerinnen und Weinheimer, als auch für Gäste und Besucher ein Segen. Der OB erklärte: „Für mich ist der Heilkräutergarten aber auch ein Symbol für bürgerschaftliches Engagement in großer Bescheidenheit und frei von jeder Eitelkeit.“ Astrid Eichelroth, „die einzig echte Kräuterfee“, stehe wie niemand anderes hinter diesem Garten, der für Weinheim so wichtig ist. OB Bernhard: „Deshalb ist es heute auch der Anlass und ein besonderes Anliegen, Ihnen, liebe Frau Eichelroth, für dieses Engagement ausdrücklich zu danken!“

Astrid Eichelroth hatte zuvor an die Entstehungsgeschichte des Gartens erinnert und daran, wie vor 20 Jahren alles angefangen hat. Zu den geladenen Gästen zählten auch viele Frauen und Männer der ersten Stunde. Damals sei sie in ganz Deutschland herumgereist, um sich an Vorbildern zu orientieren. So sei die Idee entstanden, den Garten nach Indikationen, also nach Beschwerden einzuteilen und nach den Pflanzen, die dagegen helfen.

Weitere Aktionstage in 2015

Am Samstag begann das Jubiläumsjahr „20 Jahre Weinheimer Heilkräutergarten“, das sich das Jahr über mit weiteren Aktionstagen fortsetzt (siehe auch ecoGuide vom 19. März 2015). Besucher sind immer willkommen. Der Eintritt ist frei!