IC-Zug

Foto: PVH Heidelberg

Wie die Deutsche Bahn AG (DB) mitteilt, wurden im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Waghäusel 15 Gebäude und Wohnungen ermittelt, die den zulässigen Lärmgrenzwert überschreiten und vor 1974 erbaut wurden. „Somit sind diese Häuser nach den gültigen Richtlinien zur Lärmsanierung förderfähig für passiven Schallschutz, zum Beispiel den Einbau von Schallschutzfenstern. Bis 2016 werden die Maßnahmen zum passiven Schallschutz in Waghäusel-Wiesental durchgeführt“, heißt es von Seiten der DB.

In dieser Woche sollen die betroffenen Eigentümer durch ein beauftragtes Ingenieurbüro die erforderlichen Unterlagen erhalten, um ihre Teilnahme am Programm anzumelden. „Nach Antwort wird zur Beurteilung der Lärmsituation in den Wohnräumen ein Vor-Ort-Termin vereinbart. Als Resultat erhalten die Eigentümer anschließend eine schalltechnische Objektbeurteilung kostenlos zugeschickt. Auf dieser Basis entscheidet der Eigentümer über eine mögliche Realisierung. Der Bund übernimmt 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Ab September bis Ende des Jahres wird zudem entlang der Bahnhofstraße eine 430 Meter lange und ab Schienenoberkante 3 Meter hohe Lärmschutzwand gebaut“, so die DB.

Hintergrund-Info: Das Programm

Auf dem 33.500 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bundesweit sind aktuell in 1.485 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen. Seit 1999 wurden 1.400 Kilometer besonders lärmbelasteter Strecken saniert, dafür wurden rund 560 Kilometer Schallschutzwände errichtet und in 53.400 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut. Hierfür wurden über eine Milliarde Euro an Bundesmitteln und Mittel der DB ausgegeben.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.