Bei einem Termin vor Ort haben am 25. Oktober 2013 Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg, und Karsten Erhardt, Standortleiter Karlsruhe, DB Netz AG, über den aktuellen Stand zur Verbesserung des Schallschutzes im Bereich Hockenheim informiert. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt 15 verschiedene Varianten schalltechnisch untersucht und monetär bewertet. Dabei hat man die Varianten 7 und 12 in der weiteren Diskussion zwischen der Stadt Hockenheim und der DB Netz AG intensiver betrachtet.

Die Variante 7 verbessert die Schallsituation durch Einführung des „Besonders überwachten Gleises“. Das „Besonders überwachte Gleis“ reduziert durch regelmäßiges Schleifen der Schienen die Schallimmissionen am Kontakt Rad-Schiene um bis zu drei Dezibel und bietet so aktiven Schallschutz. Darüber hinaus sind passive Schallschutzmaßnahmen an allen Objekten vorgesehen, an denen die Grenzwerte der 16. BImSchV überschritten werden. Diese Wohneinheiten können u.a. Schallschutzfenster und Lüfter erhalten.

Dagegen sieht die Variante 12 als Wunschvariante der Stadt Hockenheim den Abriss der bestehenden rund vier Meter hohen Schallschutzwände und dafür einen Neubau von Schallschutzwänden mit einer Höhe von acht Metern sowie ebenfalls das „Besonders überwachte Gleis“ vor. Auch bei dieser Variante werden noch in erheblichem Umfang passive Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Wie die DB mitteilt, sind die Mehrkosten für diese Variante in Höhe von ca. neun Millionen Euro nach wie vor nicht finanziert, da der Grundsatz der wirtschaftlichen Mittelverwendung auf Basis des besten Kosten-/ Nutzenverhältnisses nicht gegeben ist.

Um letztlich die Realisierung der Schallschutzmaßnahmen voranzutreiben, hat die DB Netz AG im Juni 2012 das Planfeststellungsverfahren für die Variante 7 eingeleitet. Hiermit entspricht sie den Vereinbarungen aus dem Jahr 2005, nämlich der Realisierung der erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Vorschriften und Rechtsgrundlage. Die eingereichte Planung sei schalltechnisch wirksam, wirtschaftlich vertretbar und in absehbarer Zeit umsetzbar, so die DB.

Anfang 2013 erfolgte die Offenlage der Planfeststellungs-Unterlagen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bewertet aktuell die dazu eingegangenen Stellungnahmen und wird noch darüber entscheiden, ob ein Erörterungstermin für die weitere Abwägung erforderlich ist.