„Upcycling ist ein Trend und die kreative Aufwertung von Abfall. Aus alter Kleidung, ausgedienten Fahrradschläuchen oder leeren Verpackungen entstehen hochwertigere Produkte wie neue Kleidungsstücke, Möbel, Taschen oder Schmuck“, erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken zum aktuellen Umwelttipp des Monats. Upcycling spare nicht nur Ressourcen, sondern verringere auch die Luft- und Wasserverschmutzung und sei nachhaltiger als ein energieaufwändiger Recyclingprozess, so Höfken. „Im privaten Haushalt fällt tagtäglich Müll an: Allein 2014 haben öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger 2,1 Millionen Tonnen Abfälle aus privaten Haushalten in Rheinland-Pfalz entsorgt“, sagte Höfken. Statistisch gesehen erzeugt somit jeder Bürger 519 Kilogramm Haushaltsabfall pro Jahr. „Hier setzt Upcycling an: Viele Sachen, die wir einfach so wegwerfen, sind zu schade für den Müll“, so die Ministerin.

Es gebe inzwischen Textilfirmen, die aus Plastikabfällen und Altkleidern neue Modeartikel herstellen, erläuterte Höfken. Aus kaputten Jeanshosen oder Kapuzenshirts lasse sich z.B. eine coole Laptop-Tasche herstellen. Inzwischen gebe es immer mehr Geschäfte und Designer, die solche Unikate anbieten. Gefragt seien ein wenig Kreativität und Geschick. Ideen und Anregungen liefert der aktuelle Umwelttipp „Upcycling – aus alt wird neu“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Dieser erscheint passend zu der „Internationalen Repair-Café-Woche“, die vom 17. – 23. Oktober 2016 stattfinden wird. Außerdem können Interessierte auf zahlreichen Webseiten und Blogs im Internet sowie in „Repair Cafés“ Inspirationen und Anleitungen für neue Produkte aus ihren Abfallmaterialien finden. Inzwischen bieten sogar Volkshochschulen entsprechende Upcycling-Kurse an.

Zum Flyer und weiteren Informationen zum Programm „Umweltschutz im Alltag“:
www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de