Zur Situation der örtlichen Trinkwasserversorgung teilt die Stadt Eberbach heute, 24. Oktober 2014, mit: „Am 12. September 2014 wurde aufgrund des Verdachts einer mikrobiologischen Verunreinigung des Trinkwassers ein Abkochgebot für Eberbach, Lindach und Teile von Pleutersbach ausgesprochen. Umgehend informiert wurde die Eberbacher Bevölkerung durch Lautsprecheransagen der Polizei und Feuerwehr, Bandansage am Telefon der Stadtverwaltung und im Internet auf der Homepage der Stadtverwaltung sowie durch die örtliche Presse.

Abkochgebot wurde vollständig aufgehoben

Zeitgleich wurden von den Stadtwerken erste Gegenmaßnahmen getroffen und mit der zusätzlichen Chlorung des Trinkwassers begonnen. Das Abkochgebot wurde am 8. Oktober 2014 vollständig aufgehoben, da die mikrobiologischen Wasserproben an repräsentativen Entnahmestellen mehrfach einwandfrei waren. Jedoch soll die Chlorung aufrechterhalten und weiterhin flächendeckend ein Gehalt von 0,1 -0,3 mg/l im Wasserleitungsnetz nachgewiesen werden. Zur Information: Im Schwimmbad ist ein Chlorgehalt ab 0,3 mg/l nachzuweisen.

Das Gesundheitsamt hat mit Wirkung zum 17. Oktober 2014 mitgeteilt, dass die Chlorung aufgrund der höheren Keimfracht im Quellwasser im gleichen Maße wie bisher erfolgen soll. Weiterhin werden wöchentlich Beprobungen der drei Quellen und repräsentativen Stellen im Ortsnetz durchgeführt und mikrobiologisch untersucht. Diese Beprobung ist für die nächsten 20 Wochen vorgesehen.

Zeit- und Maßnahmenplan wird erarbeitet

Zwischen Stadtwerken Eberbach, Gesundheitsamt und Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises wird derzeit ein Zeit- und Maßnahmenplan erarbeitet, der zusätzliche vorbeugende Schritte beinhalten wird, um das Risiko einer nochmaligen Verunreinigung des Trinkwassers in Eberbach weitgehend zu reduzieren. Die Sofortmaßnahmen betreffen insbesondere Zugangssicherungen in den Quellbereichen und technische Umrüstungen an der Holdergrundquelle. Im Rahmen der Mittelfristplanung (2015 – 2016) sollen aufgrund eines geologischen Gutachtens weitere technische Optimierungen an den Behältern und im Leitungsnetz durchgeführt werden.“