Die großen Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass durch rechtzeitige Vorsorge Schäden erheblich vermindert werden können. Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten. Die 2007 in Kraft getretene europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EG-HWRM-RL) verpflichtet die Mitgliedsstaaten, bis 2015 Hochwasserrisiko-Managementpläne zu erstellen und zu veröffentlichen. Ziel dieser Richtlinie ist die Verringerung der hochwasserbedingten Risiken für die Schutzgüter „menschliche Gesundheit“, „Umwelt“, „Kulturerbe“ und „wirtschaftliche Tätigkeiten“.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe und die WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung laden zur Tagung der Hochwasserpartnerschaft (HWP) “Nördlicher Oberrhein” am 12. März 2014 (16.30 – ca. 20.00 Uhr, Rheinhalle, Leopoldstraße 2, Eggenstein-Leopoldshafen), in der diese Handlungsfelder thematisiert werden. Der Bürgermeister der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, Bernd Stober, und der Moderator der HWP “Nördlicher Oberrhein”, Hartwig Rihm, Bürgermeister der Gemeinde Au am Rhein, werden die Veranstaltung eröffnen. In der Veranstaltung stellt das Regierungspräsidium Karlsruhe den Entwurf des Maßnahmenberichts zum Hochwasserrisikomanagement für die Rheinebene zwischen Iffezheim und der Landesgrenze zu Hessen vor. Er enthält konkrete Ziele und zugehörige Maßnahmen, mit deren Umsetzung durch Kommunen und andere Stellen die Hochwasserrisiken vermindert werden sollen.

Der Maßnahmenbericht “Nördlicher Oberrhein” (Teil Rheinebene) wird federführend durch das Regierungspräsidium Karlsruhe unter Mitwirkung der Unteren Verwaltungsbehörden, Kommunen und weiteren verantwortlichen Akteuren aufgestellt. In der Veranstaltung am 12. März haben zudem alle interessierten Stellen – Verbände, Vereine sowie Bürger – die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

Hinweis:

Der Entwurf des Maßnahmenberichts “Nördlicher Oberrhein” (Teil Rheinebene) ist auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu finden unter:
www.rp-karlsruhe.de > Abteilungen > Abteilung 5 > Referat 52 > EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie > Hochwasserrisikomanagement – Maßnahmenberichte im Regierungsbezirk Karlsruhe > Bearbeitungsgebiet Oberrhein – Projektgebiet 9A – Nördlicher Oberrhein, Teilgebiet Rheinebene.

Dort finden sich auch weitergehende Informationen zum Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg.

Informationen zu Hochwasserpartnerschaften:

Der vorsorgende Hochwasserschutz steht im Mittelpunkt der seit 2003 in Baden-Württemberg bestehenden Hochwasserpartnerschaften. Hochwasserpartnerschaften sind ein Zusammenschluss von Kommunen, Fachverwaltungen und Institutionen innerhalb eines Einzugsgebietes. Im Land sind mittlerweile flächendeckend 24 HWP aktiv. Hochwasserschutz ist eine Querschnittsaufgabe. Akteure aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen stehen in der Verantwortung und müssen oft über Verwaltungsgrenzen hinweg handeln. Deshalb orientiert sich die Abgrenzung der Partnerschaften an Flusseinzugsgebieten, im Bedarfsfall werden diese an Verwaltungsgrenzen angepasst.

Im November 2004 haben die Kommunen im Einzugsgebiet “Nördlicher Oberrhein” eine Partnerschaft gegründet. Ziel ist es, mit regelmäßigen Veranstaltungen zum Thema Hochwasser, in Arbeitskreisen zu Fachthemen, Diskussionsrunden und Fortbildungen, bei den Partnern das Bewusstsein für ein jederzeit mögliches Hochwasser dauerhaft zu verankern. Die Hochwasserpartnerschaften werden durch die WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung im Auftrag des Landes in Baden-Württemberg organisiert.

Weitere Informationen:
www.wbw-fortbildung.de