Rohrberegnung

Foto: Regierungspräsidium Darmstadt

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat unlängst die Erlaubnisbescheide aller südhessischen Boden- und Beregnungsverbände überprüft und sie dahingehend angepasst, dass die Landwirte ihre Grundwasserfördermengen künftig mittels eichfähiger Wasserzähler messen. Dies entspricht mittlerweile den anerkannten Regeln der Technik. Insgesamt wurden 32 Änderungsbescheide erlassen.

Mit Wasserzählern ermittelte Mengen liefern verlässlichere Daten

In der Vergangenheit war es üblich und erlaubt, die geförderten Grundwassermengen über die Pumpenlaufzeit und die eingesetzten Düsengrößen zu errechnen. Diese Methode war ungenauer und erschwerte eine effektive Überwachung durch die Wasserbehörden. Die jetzt mit Wasserzählern ermittelten Mengen liefern verlässlichere Daten. Damit ermöglichen sie insbesondere im wasserwirtschaftlich intensiv genutzten Hessischen Ried eine Optimierung der Grundwasserbewirtschaftung und ein verbessertes Ressourcenmanagement – nicht nur für die Behörde, sondern auch für die Landwirte.

Denn künftig erlauben die geänderten Bescheide teilweise für die landwirtschaftliche Beregnung auch eine flexible Beregnungssteuerung. Im Gegensatz zu festgeschriebenen Entnahmemengen, wie sie z.B. für die öffentliche Wasserversorgung gelten, werden für die landwirtschaftliche Beregnung gleitende Mittelwerte über sieben aufeinanderfolgende Jahre mit einer absoluten Maximalmenge erlaubt. So können Landwirte den hohen Beregnungsbedarf in einem trockenen Jahr – wie es sich für 2015 abzeichnet – durch eine verringerte Beregnung in feuchteren Jahren ausgleichen.