Hund Uferspaziergang

Können Hunde rennen, lauschen, schnüffeln und buddeln, sind die Vierbeiner in ihrem Element. Foto: PETA

Hunde lieben Spaziergänge, und der Herbst ist für die neugierigen Vierbeiner ganz besonders spannend. Niedrigere Temperaturen ermöglichen unbeschwertes Herumtollen, fallende Blätter und neue Gerüche machen das Gassigehen zu einem echten Erlebnis. Gleichzeitig müssen Hundehalter einiges beachten: Dunkelheit und eine nasskalte Witterung erfordern Vorsichtsmaßnahmen. Außerdem bereiten sich einige Wald- und Wiesenbewohner auf den Winter vor und sollten nicht gestört werden. PETA-Expertin Sylvie Bunz hat Tipps für Hundefreunde zusammengestellt, die den Herbstspaziergang zum Vergnügen für Mensch und Tier machen:

  • Für die meisten Hunde sind Spaziergänge ein Abenteuer. Hundehalter sollten ihre Tiere daher unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben so oft wie möglich leinefrei laufen lassen. Können sie rennen, lauschen, schnüffeln und buddeln, sind die Vierbeiner in ihrem Element. Jagdlich sehr ambitionierte Hunde sowie Tiere, die neu in eine Familie aufgenommen wurden, sollten mit einer Lauf- oder Schleppleine ausgeführt werden. Alternativ können Hund und Halter eingezäunte Freilaufflächen besuchen.
  • Viele Hunde lieben Suchspiele. Das Lieblingsspielzeug im tiefen Laub versteckt bringt Spaß und fordert die Tiere heraus.
  • Im Herbst bereiten sich Wildtiere auf die Wintermonate vor. Hundehalter müssen beim Herbstspaziergang daher darauf achten, dass ihre Vierbeiner sie nicht stören. Das Graben in Erdbauten und das Stöbern im Unterholz sind jetzt absolut tabu.
  • Sinken die Temperaturen, benötigen alte oder kranke Hunde, Welpen und sehr kleine bzw. dünne Tiere einen zusätzlichen Wärme- und/oder Nässeschutz. Hundepullover, Mäntel oder Regencapes halten warm bzw. trocken.
  • Hunde, die beim Spaziergang in einen Regenguss kommen, sollten anschließend gut abgetrocknet werden. Bei Tieren ohne Unterfell ist kurzes Abrubbeln in der Regel nicht ausreichend. Sind Hunde „nass bis auf die Haut“, frieren sie schnell und können sich erkälten. Hundehalter können das Fell mit einem (auf niedriger Stufe eingestellten) Fön trocknen.
  • Damit Hunde bei Dämmerung oder Dunkelheit im Straßenverkehr gut gesehen werden, sollten sie blinkende bzw. reflektierende Brustgeschirre oder Leuchtwesten tragen. Hundehalter, die bereits ein herkömmliches Geschirr besitzen, können zusätzlich ansteckbare Reflektoren oder Leuchthalsbänder verwenden. Die Leine sollte dabei stets am Geschirr befestigt werden – Halsbänder üben einen großen Druck auf Hals, Wirbel und Kehlkopf des Hundes aus und sind deshalb nicht geeignet.
  • Tiere, die viel Zeit an der kalten Luft verbringen, haben einen höheren Energieverbrauch. Dieser sollte über eine leicht erhöhte Fettzugabe (z.B. pro 10 kg Körpergewicht ein Teelöffel Kokosfett oder hochwertiges, pflanzliches Speiseöl wie kaltgepresstes Oliven-, Lein- oder Rapsöl) im Futter angepasst werden. Die Menge sollte in kleinen Schritten gesteigert werden, zu viel Fett kann zu Verdauungsproblemen führen.