Spatenstich Kläranlage Dilsbergerhof

Mit einem kräftigen „hau-ruck“ drückten Werner Martin (Ingenieurbüro für Bauwesen und Umweltschutz, Reichartshausen), Winfried Schimpf, Bernd Stadel, Karlheinz Streib (Ortsvorsteher-Stellvertreter) und Jürgen Weber (AZV-Geschäftsführer) das flache Spatenblatt ins Erdreich und warfen die ausgestochene Erde zur Seite. Foto: Stadt Neckargemünd

Mit der Stilllegung der Kläranlage Dilsbergerhof und dem Neubau eines Transportkanals setzen der Abwasserzweckverband Heidelberg (AZV) und die Stadt Neckargemünd eine weitere Maßnahme ihres Entwässerungskonzeptes um. Zum obligatorischen Spatenstich trafen sich vor wenigen Tagen Mitglieder der Verbandsversammlung AZV, Bürgermeister-Stellvertreter Winfried Schimpf, Bürgermeister Dieter Mörlein (Eppelheim), Stadt- und Ortschaftsräte, Vertreter der zuständigen Behörden und beteiligten Firmen und feierten den Baubeginn des 1.375 Meter langen Kanals, der bis Ende 2013 fertig sein soll.

Das Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises wies bezüglich der Umsetzung des Maßnahmenplanes der Wasserrahmenrichtlinie bzw. Erfüllung der Kommunalabwasser-Richtlinie darauf hin, dass die Kläranlage Dilsbergerhof stillzulegen sei, da diese nicht mehr dem Stand der Technik entspreche. Auch aus Gründen des Gewässerschutzes, insbesondere der unterhalb liegenden Wassergewinnungsanlage „Hanselmannquelle“ sah der AZV Handlungsbedarf, was Verbandsvorsitzender Bernd Stadel in seiner Rede in Erinnerung rief. Im 1977 gegründeten AZV haben sich die Städte Heidelberg, Neckargemünd und Eppelheim sowie die Gemeinde Dossenheim zusammengeschlossen und setzen sich gemeinsam für den Schutz der Umwelt ein. „Nur so ist es möglich, solche Maßnahmen durchzuführen, von denen alle Mitglieder profitieren.“ Sein Dank galt der Verbandsversammlung für den einstimmig gefassten Beschluss, der Stadt Neckargemünd sowie Bürgermeister Horst Althoff für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Anliegern der 10 betroffenen Grundstücke für ihre Kooperation. Er wünschte der Baumaßnahme einen reibungslosen, unfallfreien Verlauf.

Erster Bürgermeister-Stellvertreter Winfried Schimpf betonte in seiner Rede die Bemühungen der Stadt Neckargemünd, trotz Veraltung der Anlage immer die Vorschriften einzuhalten. Dank der guten Beziehungen zum AZV habe man immer sinnvolle Lösungen gefunden, welche auch die Bürger unterstützen, über deren Grundstücke der Kanal verlaufe. „Wir sind froh, dass sich mit dieser Maßnahme der Kreis von insgesamt 16 Einzelmaßnahmen schließt. Neckargemünd ist es ein wichtiges Anliegen, auch den Dilsbergerhof zu versorgen.“

„Die Baustelle hat es in sich“, stellte von der ausführenden Firma Hauck in Waibstadt Geschäftsführer Jürgen Ebert fest. Der Transportkanal verlaufe nicht nur über freies Gelände, sondern auch durch ein steiles Waldstück. Die Rohre werden Ende des Monats geliefert und dann werde man zügig loslegen, denn der Winter komme gewiss. „Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit und viel Glückauf.“