Speyer Stadtwerke

Foto: Stadtwerke Speyer GmbH (SWS)

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer GmbH (SWS) beschloss in seiner Sitzung am 6. November 2014 eine Gesamtinvestitionssumme von 8,4 Millionen Euro für das Jahr 2015. 3,8 Millionen Euro setzen die Stadtwerke in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser für die Erweiterung und Erneuerung ihrer Netze, Anlagen und Hausanschlüsse ein.

Neue Erdgastankstelle

„450.000 Euro stehen davon für eine neue Erdgastankstelle in der Georg-Peter-Süß-Straße im Plan”, informierte Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Anstatt einer würden dann zwei Zapfsäulen zur Verfügung stehen. Kapazitäten könnten mehr als verdoppelt, Tankzeiten verkürzt werden, so Eger. „Die Investition ermöglicht unseren Kunden, ihre Mobilitätskosten und den CO2-Ausstoß erheblich zu senken“, ergänzte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Besonders für Pendler und Gewerbetreibende sei Erdgas eine interessante Alternative zu Kraftstoffen wie Benzin und Diesel. Auch eine Erweiterung der bestehenden, 13 Jahre alten Anlage sei von den Stadtwerken geprüft worden, informierte Bühring. Die zentrale Überwachungsstelle, der TÜV Süd, hätte jedoch nicht zugestimmt, da die Gesamtanlage aktuellen Richtlinien entsprechen müsse. Die Tankstelle der SWS gehört mit einem Erdgasabsatz von 2,8 Millionen Kilowattstunden im Jahr zu den am höchsten frequentierten Erdgastankstellen in Rheinland Pfalz.

Fern- und Nahwärmeversorgung

3,2 Millionen Euro fließen in den Bereich Fern- und Nahwärmeversorgung. Neben der Erweiterung des Fernwärmenetzes, -anlagen und Hausanschlüssen (1,3 Millionen Euro) sollen zahlreiche innovative Wärmeprojekte (1,4 Millionen Euro) weitergeführt bzw. in Angriff genommen werden. Dabei bieten die SWS individuelle Lösungen für Großkunden und Standard-Produkte für den Bau und Betrieb von mittleren und kleinen Wärmeversorgungsanlagen für Gewerbe und Privatpersonen an. „Das Wärmekonzept für das gesamte Erlus-Gelände soll auf Fernwärme basieren”, sagt Bühring. „Wir sind in Gesprächen mit den Investoren”.

Hohe energetische Verwertungsquote am Abfallwirtschaftshof

Am Abfallwirtschaftshof sieht der Plan vor, 490.000 Euro in die Grüngutaufbereitung – Halle und Flächen – zu investieren. Durch die Trennung des Holzes von krautigen Bestandteilen und dessen Aufbereitung kann eine hohe energetische Verwertungsquote erzielt werden. „Das angelieferte Holz soll als Holzhackschnitzel im Normand-Wohngebiet und bei weiteren geplanten Arealen zum Einsatz kommen und der dortigen Wärmeversorgung dienen“, so Bühring.

Sport- und Erlebnisbad

Etwa 108.000 Euro investieren die Stadtwerke 2015 im Sport- und Erlebnisbad bademaxx.

Windpark Hatzenbühl

In die Projektgesellschaft, die SW Windkraft Hatzenbühl GmbH & Co. KG, geben die SWS 2015 ein anteiliges Kommanditkapital von zwei Millionen Euro ein. Die Gesellschaft ist Besitz- und Betriebsgesellschaft des Windparks Hatzenbühl. Die SWS und die WEAG Future Energies AG sind daran je zu 50 Prozent beteiligt.

Strompreise bleiben zum 1. Januar 2015 stabil

Auch beschloss der SWS-Aufsichtsrat, die Strompreise zum 1. Januar 2015 stabil zu halten. Die Konditionen der Kunden in der Grundversorgung ändern sich nicht. „Bei den Sonderverträgen Privat und Profi geben wir die geringfügig reduzierten Steuern und Abgaben direkt an unsere Kunden weiter“, so Bühring. „Die höheren Netznutzungsentgelte des vorgelagerten Netzbetreibers können wir durch günstigere Beschaffungskosten kompensieren und geben sie nicht an unsere Kunden weiter“, unterstreicht Bühring. „Nach wie vor bewegen wir uns auf einem niedrigen Preisniveau und gehören zu den günstigsten Versorgern in der Region“, so Bühring.

Treue-Bonus bereits verlängert

Bereits zum 1. Oktober 2014 haben die Stadtwerke den Treue-Bonus für Erdgas- und Fernwärme-Kunden (Haushalt / Gewerbe) verlängert. Dieser macht bei einem Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden (Einfamilienhaus) eine Ersparnis von 60 Euro aus.