Speyer Burgfeldschule

Schüler der 7 b der Burgfeldschule, Lehrer Willi Batzer und Umweltdezernent Frank Scheid. Foto: Stadt Speyer

„Das ist doch völlig eklig“, empörten sich die Burgfeldschüler der Klasse 7 b in Speyer über die Entwertung der Grünflächen ihrer Schule als Hundeklo. Während die einen traditionsgemäß mit Handschuh, Greifzange und Müllsäcken ausgestattet den achtlos weggeworfenen Müll einsammelten, gingen die anderen mit selbstgebastelten gelben Fähnchen mit der Aufschrift „Hundescheiße“ ans Werk.

Innerhalb einer Stunde hatten die Jugendlichen 150 Hundekothaufen in Signalgelb markiert. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Willi Batzer hatten sie sich zum „13. Dreck-weg-Tag“ diese appellative Aktion ausgedacht. Mit den Markierungen wollten sie das Bewusstsein der Hundehalter schärfen, erläuterten sie im Gespräch mit Umweltdezernent Frank Scheid. Dieser teilte ihren Unmut und unterstrich, dass es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit handle, die bei Nachweis von der Ordnungsbehörde mit einem Bußgeld geahndet werde. Ihr Unmut richte sich nicht gegen die Hunde, sondern die Hundehalter, sagten Schüler, die selbst alle einen Hund zuhause haben. „Wenn man schon zu faul ist, den Hund im Wald auszuführen, dann sollte man wenigstens eine Tüte für den Hundekot dabei haben und diese sachgerecht entsorgen“, so ihre vorbildliche Einstellung.

Speyer Fähnchenaktion

Die Schüler markieren Hundekot mit Fähnchen. Foto: Stadt Speyer

Sammelergebnis

Die Siebtklässler der Burgfeldschule RS+ waren gemeinsam mit über 2.600 Kindern und Jugendlichen beim „Dreck-weg-Tag“ im Einsatz. Sie trugen beim kollektiven Frühjahrsputz im Stadtgebiet 25 Kubikmeter Restmüll und 3,3 Kubikmeter Glas zusammen. Ferner fanden sie eine Schubkarre, ein Bettrost, zwei Fahrräder, zwei Liegen, sechs Autoreifen und eine Autobatterie sowie u.a. eine Mikrowelle, zwei Staubsauger, einen Feuerlöscher sowie Farb-, Lack und Ölbehälter, die illegal auf Speyerer Gemarkung entsorgt wurden.