„Das Land fördert mit dem Hochwasserrückhaltebecken ‚Rautal’ in Sinsheim-Rohrbach im Rhein-Neckar-Kreis einen weiteren wichtigen Baustein in der Hochwasserschutzkonzeption des örtlichen Zweckverbandes. An den zuwendungsfähigen Kosten für den Bau des Beckens in Höhe von voraussichtlich 1,4 Millionen Euro beteiligt sich das Land Baden-Württemberg mit einem Zuschuss von rund 980.000 Euro. Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird den Zuwendungsbescheid in den nächsten Tagen ausstellen“, teilte Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm am 22. August 2014 mit.

„Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe, die große finanzielle Anstrengungen erfordert. Das Land unterstützt die Städte und Gemeinden bei dieser wichtigen Aufgabe“, betonte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. Das zurückliegende Hochwasser im Frühjahr 2013 habe eindrucksvoll aufgezeigt, dass das Risiko für Leib und Leben, für unsere Umwelt, für die Wirtschaft und für unsere Kulturgüter real sei, so der Minister weiter.

Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Rautal (HRB-S 54) am Rautalgraben im Sinsheimer Stadtteil Rohrbach setzt der Zweckverband Hochwasserschutz Einzugsbereich Elsenz-Schwarzbach eine weitere Maßnahme seines umfangreichen Bauprogramms um. Die ursprüngliche Hochwasserschutzkonzeption sah im Einzugsgebiet des Goldbaches und des Rautalgrabens (Ortslage Steinsfurt) zunächst drei Hochwasserrückhaltebecken (HRB) vor. Die beiden bestehenden HRB-57 und HRB-S 52 und das geplante HRB-S 54. Im Zuge einer aktualisierten Flussgebietsuntersuchung und der damit verbundenen Konzeptionsüberarbeitung wurde ein neuer optimaler Hochwasserschutz erarbeitet. Dieser sieht zur Optimierung des Beckensystems eine Lösung mit nur zwei Becken (HRB–S 52 und HRB–S 54) auf der Gemarkung Sinsheim-Rohrbach vor.

Bei dem geplanten Becken handelt es sich um ein überörtliches Becken mit einem Speicherinhalt von 37.200 m³, das für einen 100-jährlichen Hochwasserschutz ausgelegt ist und die unterhalb liegende Ortslage Steinsfurt schützt. Die Eingliederung in das Landschaftsbild erfolgt durch einen homogenen Erddamm mit geringstmöglichen Eingriffen in den Naturhaushalt. „Trotz aller Anstrengungen wird es einen hundertprozentigen Hochwasserschutz nicht geben. Das Land setzt daher auf eine ganzheitliche Hochwasserschutzstrategie. Neben dem technischen Hochwasserschutz sind dies das Hochwassermanagement und die Hochwasservorsorge“, so Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm.