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Foto: PVH Heidelberg

Die Planungen zur Schienen-Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim nehmen langsam Gestalt an. In der Sitzung des ICE-Regionalforums Rhein-Neckar in der vergangenen Woche hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Schlussbericht der lang erwarteten Studie „Entwicklung einer verkehrlichen Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse – Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe (Korridorstudie)“ vorgestellt.

Wie bereits im Zwischenbericht vom Sommer 2014 angedeutet, wird dabei bzgl. der Schienen-Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim seitens des Bundesverkehrsministeriums die so genannte „Verkehrslenkungsvariante“ präferiert. Diese sieht die geteilte Nutzung der neuen Schienenverbindung sowohl durch den Personenverkehr als auch durch den Güterverkehr vor. Im südwestlichen Bereich des Korridors erteilten die Gutachter und das Bundesministerium der sogenannten „Großen Pfalzlösung“ sowie der „Kleinen Pfalzlösung“ aus kapazitiven Gründen eine Absage.

Beteiligungsprozess im Internet geplant

Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Enak Ferlemann kündigte in diesem Zusammenhang einen umfangreichen Beteiligungsprozess an. Sowohl die Regionen als auch die Bürger sind nun gefragt, die Pläne im Internet einzusehen und ihre Meinungen abzugeben (www.bmvi.de). Die entsprechenden Anregungen sollen dann in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans Eingang finden, der zum Jahresende vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.

Die Gremien der Metropolregion Rhein-Neckar werden in den nächsten Wochen den vorgelegten Abschlussbericht prüfen, um dann ihrerseits eine Position zu entwickeln. Verbandsdirektor Ralph Schlusche: „Wir werden in der Planungsausschusssitzung am 18. März über die weitere Vorgehensweise beraten.“ Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz verwies derweil auf die bestehende Resolution des ICE-Regionalforums, die auch weiterhin die inhaltliche Grundlage der Beratungen darstellen soll. „Im Interesse der Region ist die Entwicklung des Nahverkehrs, die Beschleunigung des ICE-Verkehrs und der Lärmschutz an den Bestandsstrecken zu gewährleisten“, so der Vorsitzende Dr. Peter Kurz. „Nach dem vorgestellten Planungsstand erscheint mit Blick auf optimalen Lärmschutz auch die Prüfung einer Umfahrungsvariante des Kerngebietes der Stadt Mannheim für Güterverkehre notwendig.“