Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken zeichnet heute, 4. Februar 2014, die Forschergruppe Dr. Robert Landsiedel, Dr. Caroline Bauch und Dr. Susanne Kolle der BASF SE (Societas Europaea) mit dem Tierschutz-Forschungspreis des Landes aus. Die Forscher entwickelten drei tierversuchsfreie Teststrategien um festzustellen, ob Chemikalien Hautreizungen, Hautallergien und Augenreizungen hervorrufen. Bundes- und Landesverband Menschen für Tierrechte würdigen die Forschungsleistung und sehen in der Preisverleihung eine gesellschaftspolitische Aufwertung der tierversuchsfreien Methoden.

„Das Forscherteam hat tierversuchsfreie Methoden entwickelt und sie mit vorhandenen Verfahren zu drei mehrstufigen Tests kombiniert. Das Gute ist, die Teststrategien sind praxistauglich, sie werden bei der BASF täglich für Routineprüfungen eingesetzt. Somit schützen sie schon jetzt Mäuse, Kaninchen und Meerschweinchen vor qualvollen Tierversuchen; deshalb halte ich auch gerne die Laudatio. Dabei vergesse ich nicht, dass die BASF zur Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte massiv Tierversuche durchführt“, so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende von Menschen für Tierrechte im Vorfeld der Preisübergabe.

Nach Aussagen der Tierrechtler unterhält die BASF fünf Labore mit etwa 50 Mitarbeitern, die sich um Entwicklung und Anwendung tierversuchsfreier Verfahren kümmern. Damit zeige der Weltkonzern, dass er selbst aktiv zur Reduktion der Tierversuche beitragen wolle. Leider sei dies unter den Firmen noch immer eine Ausnahme. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und wird jetzt zum vierten Mal vergeben.