Maisfeld

Foto: Umweltministerium Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Maiswurzelbohrer-Funde in Rheinland-Pfalz nimmt weiter zu: Am 17. September 2013 fingen die Kontrolleure des Pflanzenschutzdienstes erneut einen Käfer in einer Lockstofffalle. Der Fundort liegt zwischen den Gemeinden Waldsee und Altrip südlich von Ludwigshafen. „Das ist der dritte Fund in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz“, stellte die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken fest und ergänzte: „Da der neue Fund außerhalb des bestehenden Befallsgebietes in der Südpfalz liegt, müssen Ausrottungsmaßnahmen ergriffen werden.“ Wenige Kilometer westlich vom neuen Fundort waren vor knapp zwei Wochen bereits eingeschleppte Maiswurzelbohrer gefangen und die Ausrottung veranlasst worden.

Um den Fundort muss nach den pflanzenschutzrechtlichen Vorschriften jetzt eine Befallszone im Umkreis von einem Kilometer und eine Sicherheitszone mit einem Radius von fünf Kilometern ausgewiesen werden. Der neue Befall tritt sehr spät in der Anbausaison auf. Mit einer Ausbreitung des Maiswurzelbohrers sei daher nicht mehr zu rechnen. Ministerin Höfken: „Insektizideinsätze sind diesmal nicht notwendig. Aber die betroffenen Landwirte müssen Anbaupausen einhalten. So darf in der Befallszone in den beiden kommenden Jahren kein Mais angebaut werden, und in der Sicherheitszone darf auf diesjährigen Maisflächen in 2014 kein Mais stehen.“ In der neuen Befallszone bauen vier Betriebe auf etwa 60 Hektar Körnermais an. In der Sicherheitszone wachsen auf etwa 230 Hektar Mais.

„Die Maisanbauer sollten sich generell von der Monokultur verabschieden und künftig eine Fruchtfolge einhalten, bei der in drei Jahren zweimal Mais auf derselben Fläche angebaut werden darf und ein Jahr ausgesetzt wird.“ Dies sei langfristig eine sehr wirksame Bekämpfungsmaßnahme, sagte Höfken.