„Schaf- und Ziegenhalter in Rheinland-Pfalz sind Vorzeigebetriebe für eine umweltschonende Landwirtschaft, zudem tragen sie zum Erhalt des biologisch wertvollen und artenreichen Grünlands bei“, sagte der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese bei einer Demonstration der Schaf- und Ziegenhalter am 29. April 2014 in Mainz. Griese betonte, dass sich die Landesregierung bei den Verhandlungen um die Umsetzung der europäischen Agrarreform in Deutschland mit Erfolg für die Belange der Schaf- und Ziegenhalter eingesetzt habe.

„Wir haben nach hartem Ringen erreicht, dass die mittelständischen bäuerlichen Betriebe künftig einen deutlichen Prämienzuschlag auf ihre ersten 46 Hektare landwirtschaftlich genutzter Fläche bekommen werden, davon profitieren auch die Schaf- und Ziegenhalter“, erklärte Griese. Darüber hinaus biete auf Landesebene bereits das bestehende ländliche Entwicklungsprogramm „PAUL“ sowie das Nachfolgerprogramm „EULLE“ zahlreiche Fördermöglichkeiten für Schaf- und Ziegenhalter: So werden in Rheinland-Pfalz von 2014 an die Prämien für die umweltschonende Bewirtschaftung von Grünland und Talauen angehoben. Auch die Zuschüsse für den Bau tierartgerechter Ställe werden erhöht. Zudem können Schaf- und Ziegenhalter Fördermittel für die Direktvermarktung beantragen. Wichtige Einkommensquellen für die Schaf- und Ziegenhalter bieten zudem die vielfältigen Vertragsnaturschutzprogramme des Landes.

In Rheinland-Pfalz halten rund 500 landwirtschaftliche Betriebe knapp 70.000 Schafe. Der Bestand ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen: 1990 gab es dem Statistischen Landesamt zufolge noch knapp 4.000 Schafhalter mit rund 144.000 Tieren. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Schafzuchtverbandes werden noch etwa 80 – 100 Herden gehütet. Die übrigen Schafe finden sich in kleineren bis mittleren Koppelschafhaltungen. Darüber hinaus halten rund 420 Betriebe 5.100 Ziegen.