Moor im Nationalpark

Moor im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Foto: Sebastian Heinrich / Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Natur- und Umweltstiftungen der Bundesländer trafen sich 2015 im neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Gemeinsam mit dem Saarland organisierte Rheinland-Pfalz den bundesweiten Austausch der Stiftungen. Die rheinland-pfälzische Ministerin Ulrike Höfken und die Stiftungsvertreter haben sich am 24. Juni 2015 die Hangmoore des Nationalparks angeschaut und sich über die Möglichkeiten der Wiederherstellung der Moore informiert. „Ich freue mich sehr über das bundesweite Interesse der Stiftungen an unseren Projekten. Unsere Moore sind eine Besonderheit, die es zu schützen gilt. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald sind die Hangmoore ein typischer und einzigartiger Lebensraum. Moore sind die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten und tragen als CO2-Speicher zum Klimaschutz bei“, so die Umweltministerin.

EU-Projekte LIFE Hochwald und LIFE Moore

Ministerin Höfken stellte den Stiftungen die EU-Projekte LIFE Hochwald und LIFE Moore vor. Damit sollen die Feuchtgebiete und Moore im Nationalpark wiederhergestellt werden. Trocken gewordene Hangbrüche sollen wieder vernässt werden, Staudämme gebaut, Bäche renaturiert und Wege zurückgebaut werden. „Auch die Moorlandschaft im Nationalparkgebiet soll sich langfristig zur Wildnis entwickeln können. Arten wie der Moor-Bärlapp, die Libellenart Torf-Mosaikjungfer oder der Hochmoor-Perlmutterfalter sind auf Moore angewiesen und sollen wieder einen Lebensraum finden“, so Höfken. Bei LIFE Moore stehen ca. 2,74 Millionen Euro, bei LIFE Hochwald etwa 2,05 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kosten werden zur Hälfte von der EU getragen. Das Umweltministerium beteiligt sich mit jeweils 200.000 Euro.

Ein weiteres Ziel der Moor-Projekte sei die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen für den Zusammenhang von Natur-, Arten- und Klimaschutz sensibilisieren und die Bedeutung der Moore vermitteln“, sagte Höfken. Das Treffen der Länderstiftungen sei ein wichtiger Beitrag zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung über die Ländergrenzen hinweg, so die Ministerin.

Weitere Informationen:
www.life-moore.de