„Gute Ernährung mit frischen, saisonalen oder ökologischen Lebensmitteln ist ein Genuss und schützt Klima und Umwelt“, sagte die rheinland-pfälzische Ernährungsministerin Ulrike Höken anlässlich des 40. Weltvegetariertages am 1. Oktober 2016. „Was wir täglich essen, wirkt sich nicht nur auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus, sondern auch auf die Umwelt, das Klima und die Welternährung. Unsere Ernährung ist für etwa 20 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Allein die weltweite Tierhaltung zur Herstellung von Fleisch und tierischen Produkten verursacht mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr in allen Ländern“, so Höfken. Um das eigene Ernährungsverhalten zugunsten des Klimaschutzes, der Welternährungssicherung und der eigenen Gesundheit zu ändern, ist mehr Wissen und mehr öffentliche Auseinandersetzung über die Auswirkungen unserer Essgewohnheiten gefragt.

„Für die Herstellung von 1 kg Fleisch sind im weltweiten Durchschnitt etwa 7 bis 10 kg Getreide notwendig. Es ist damit viel klimabelastender, tierische Produkte herzustellen als Getreide, Gemüse oder Obst“, sagt Höfken. Wer gerne Fleisch isst, kann auf regionale Herkunft und ökologische Erzeugnisse achten. Der Vorteil: Rheinland-Pfalz ist laut dem Fleischatlas 2016 nach wie vor von bäuerlichen Strukturen geprägt und bietet dadurch eine verbrauchernahe Vermarktung von Fleischprodukten. Außerdem ist Rheinland-Pfalz ein Schwerpunktstandort für Obst und Gemüse. Sie stehen frisch aus der Region zur Verfügung und sind eine Alternative auf dem Einkaufzettel. Denn sie vermeiden klimaschädliche Transportwege, Verpackungsmaterial und einen hohen Wasserverbrauch. Bei Gemüse gilt: Je weiter nördlich angebaut, desto günstiger die Wasserbilanz. Und auch bei veganen und vegetarischen Produkten gelte es, auf Qualität zu achten, wie eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest zeige.

Mit der Kampagne „Rheinland-Pfalz isst besser“ macht das Umweltministerium auf die Bedeutung von regional und biologisch erzeugten Lebensmitteln aufmerksam. „Damit zeigen wir, dass sich klimaschonende Ernährung und Genuss bestens ergänzen“, sagte die Ministerin.