Ernährungspolitischer Beirat

Konstituierende Sitzung des ernährungspolitischen Beirates. Foto: Umweltministerium Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat am 3. Juni 2015 den „Ernährungspolitischen Beirat“ zu seiner konstituierenden Sitzung in Mainz begrüßt. „Was wir täglich essen, wirkt sich nicht nur auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus, sondern auch auf die Umwelt, das Klima und die Welternährung. Ernährung ein gesellschaftliches Top-Thema, das wir mit der Initiative ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ ganz oben auf die politische Agenda gesetzt haben. Der ernährungspolitische Beirat wird uns künftig bei unserer Ernährungspolitik beraten, unsere Anliegen voran bringen und die Vernetzung der mit Ernährungsthemen befassten Einrichtungen im Land stärken“, so Höfken. Bemerkenswert sei die breite Aufstellung des Gremiums, das künftig einmal im Jahr tagen wird: 27 Institutionen aus Rheinland-Pfalz arbeiten ehrenamtlich mit, darunter Vertreter der Ernährungsbildung und -beratung, der Land- und Lebensmittelwirtschaft, Krankenkassen, Verbraucherinstitutionen, des Landeselternbeirat und der Landfrauen.

Bei Bildungs- / Beratungsangeboten stärker im Fokus: Menschen mit geringem Einkommen

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie speziell Menschen mit geringem Einkommen durch ernährungspolitische Angebote zu erreichen sind. „Menschen mit geringerem Einkommen möchten wir in Zukunft bei unseren Bildungs- und Beratungsangeboten noch stärker in den Fokus nehmen“, kündigte Höfken an. Prof. Jana Rückert-John von der Hochschule Fulda, Inhaberin der Professur für Soziologie des Essens, betonte in ihrem Fachvortrag, wie wichtig es sei, neben Ernährungsbildung auch die Lebensverhältnisse von Menschen mit schmalem Geldbeutel zu verbessern. Andrej Hänel vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg stellte den Praxisordner „Fit im Alltag – zusammen kochen und essen“ vor, der Erfahrungen aus bereits durchgeführten Projekten mit Familien und jungen Erwachsenen in schwierigen Lebenslagen in Baden-Württemberg bündelt.

Folgende Institutionen wurden in den Beirat berufen:

  • Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz
  • Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz
  • Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz
  • Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung
  • Landeszentrale für Umweltaufklärung
  • Vertretung der kommunalen Spitzenverbände
  • Vernetzungsstelle Schul- und Kitaverpflegung
  • Vertretung der Kirchen, Bereich Ernährung
  • Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz
  • Vertretung der Bauern- und Winzerverbände Rheinland-Pfalz
  • Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz
  • Vertretung der Landfrauenverbände Rheinland-Pfalz
  • Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz e.V.
  • Bundesverband Naturkost e.V.
  • Arbeitgeberverband Ernährung Genuss Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland e.V.
  • Landesverband Einzelhandel Rheinland-Pfalz e.V.
  • AOK Rheinland-Pfalz / Saarland
  • Verband der Ersatzkassen, Landesvertretung Rheinland-Pfalz
  • Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
  • Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.
  • DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V.
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
  • Adipositasnetzwerk Rheinland-Pfalz e.V.
  • Qualitätszirkel Ernährung Rheinland-Pfalz e.V.
  • Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz