Regierungspräsidentin Nicolette Kressl wird am 16. September 2013 in Anwesenheit von Bürgermeister Horst Althoff (Neckargemünd), Vertretern des Landratsamtes Rhein-Neckar und des Gemeinderates Neckargemünd die Verordnung für das Naturschutzgebiet „Streuobstwiesen Kleingemünd“ unterzeichnen. Die Stadt Neckargemünd lädt aus diesem Anlass die interessierte Öffentlichkeit zu einem Empfang in das Rathaus ein (16.00 Uhr, Bahnhofstraße 54).

Das 16 Hektar große Naturschutzgebiet „Streuobstwiesen Kleingemünd“ ist geprägt durch einen teilweise sehr alten, über zehn Hektar großen Obstbaumbestand mit einem reichen Angebot an Höhlen und das Fehlen intensiver Nutzungen. Es zeichnet sich durch das Vorkommen einer vom Aussterben bedrohten Insektenart (Körnerbock) und weiterer gefährdeter Tierarten aus (Wendehals, Kleiner Abendsegler, Großes Mausohr und Breitflügel-Fledermaus sowie die Sumpfschrecke). Damit erfüllt das Gebiet trotz seiner kleinen Größe die naturschutzfachlichen Kriterien eines landesweit bedeutsamen Naturschutzgebietes. Über die Artvorkommen hinaus hat das Gebiet überregionale Bedeutung als Trittsteinbiotop für wandernde Arten und für Arten, deren Verbreitungsareal sich aktuell auf Grund des Klimawandels verschiebt. Seine Gefährdung liegt im Wegfall oder der Intensivierung der Mahd und der Zunahme privater Nutzungen.