Heidelberg Bahnstadt PVH

Blick in den neuen Heidelberger Stadtteil Bahnstadt. Foto: PVH

(pm). Das RP Karlsruhe hat am 20. Juli 2012 den Förderantrag für den Radweg auf den Ausgleichsflächen der Bahnstadt in Heidelberg bewilligt. Dies ist die erste kommunale Radwegemaßnahme im Regierungsbezirk Karlsruhe, die nach der neuen Förderrichtlinie des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur bezuschusst wird. „Mit dem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur kommen wir dem Ziel der Landesregierung einen Schritt näher, den Anteil des Radverkehrs in den kommenden Jahren zu verdoppeln“, sagte Staatssekretärin Gisela Splett und Regierungspräsidentin Nicolette Kressl ergänzte: „Ich freue mich, dass wir so in Maßnahmen zum Schutz von Radfahrern und Umwelt investieren und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Verkehrspolitik des Landes beitragen können.“

Auf Grundlage der neuen Richtlinie können die Regierungspräsidien zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden Radwege an kommunalen Straßen sowie selbstständige, kombinierte Fahrrad- und Gehwege unter bestimmten Voraussetzungen nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) fördern.

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat insgesamt zwölf kommunale Vorhaben im Regierungsbezirk Karlsruhe in das neue Programm aufgenommen. Das Fördervolumen dieser Vorhaben beträgt rund 4,1 Millionen Euro. In 2012 stellt das Land für die Anlage von kommunalen Radwegen im Regierungsbezirk Karlsruhe etwa eine Million Euro zur Verfügung.

Die Stadt Heidelberg erhält für die Neuanlage der insgesamt 1,7 Kilometer langen Radwegeverbindung in den Ausgleichs

flächen der Bahnstadt rund 131.000 Euro. Nach Angaben der Stadt Heidelberg soll mit dem Bau im 4. Quartal 2012 begonnen werden. Die Gesamtkosten werden auf 305.000 Euro kalkuliert.

Hintergrund:

Die Förderrichtlinie RL-Radinfrastruktur sieht neue Fördermodalitäten vor, die es so bisher nicht gab. Neu ist, dass die Förderung der kommunalen und verkehrswichtigen Radwege nach ökologischen, gemeindefreundlichen Kriterien bzw. Fördertatbeständen stattfindet. Neben der Förderung von Radwegen entlang kommunaler Straßen stehen erstmals auch selbständige Radwege auf dem Programm, die nicht entlang einer Straße führen, jedoch als verkehrswichtig angesehen werden. Die Richtlinie dient den Regierungspräsidien als Grundlage zur Prüfung, zur Bewilligung und Aufnahme von eingehenden Anträgen in das Förderprogramm, für das in 2013 voraussichtlich 10 Millionen Euro und 2014 rund 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Zur Förderrichtlinie im Internet: www.mvi.baden-wuerttemberg.de