Ein bislang unbekannter Tierquäler hat eine Katze geköpft und den Körper des Tieres am Freitagabend (16. August 2013) im Vorhof eines Mehrfamilienhauses am Konrad-Adenauer-Ring in Nußloch abgelegt – der Kopf der Katze konnte bislang nicht aufgefunden werden. Da am Fundort keine Blutspuren zu finden waren, wird angenommen, dass die silbergrau-getigerte, noch nicht ausgewachsene Katze bereits an anderer Stelle vollständig ausgeblutet ist. Das Motiv des Täters ist unklar. Die Polizei kann derzeit nur mutmaßen, ob der Katzenmörder den Bewohnern des Hauses Angst einjagen wollte oder ob er die junge Katze, deren Halter noch unbekannt sind, gezielt getötet hat. Vermutlich stammt das getötete Tier nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Fundortes.

Um die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen, hat jetzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte an PETA unter:
Telefon 0152 37 32 54 00 oder
whistleblower@peta.de
oder direkt an das zuständige Polizeirevier in Wiesloch unter: Telefon 0 62 22/5 70 90.

„Helfen Sie bitte mit, diese Tat aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“ Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von ausgesetzten Tieren und Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.