Die Stadt Neustadt a.d. Weinstraße gibt bekannt, dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Bescheid vom 25. August 2015 die Förderung der Erstellung eines Klimaschutzkonzepts mit einer Förderquote von 65 Prozent unterstützen wird. Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts beruht auf einer Entscheidung des Neustadter Stadtrats vom 18. November 2014. Experten schätzten die Kosten damals auf 60.000 – 80.000 Euro. Mit dem geplanten integrierten Konzept sollen die Weichen für eine klimaneutrale Kommune gestellt werden. Ziel ist eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 – 95 Prozent.

Klimaschutzkonzept: Alle Akteure sollen am Prozess beteiligt werden

Dabei sollen umfassend die Bereiche Kommune (Flächenmanagement, Liegenschaften, Beschaffungswesen), Privathaushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Mobilität, Abwasser und Abfall untersucht und Möglichkeiten aufgezeigt werden, den Klimaschutz zu verbessern. Für Neustadt sollen eine Energie- und CO2-Bilanz aufgestellt, Potenziale zur Minderung der CO2-Emissionen ermittelt und schließlich konkrete Projektsteckbriefe formuliert werden. Der Prozess zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts soll ein Jahr dauern, wobei ab Frühjahr 2016 Klimaschutzkonferenzen und als Neustadter Besonderheit auch eine Schülerkonferenz geplant sind, um alle Akteure an dem Prozess zu beteiligen.

Die Zielsetzung der Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 ergibt sich letztlich aus der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit ihr initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen.

Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.