Neckargemünd Gymnasium

Die Stromspardetektive der Klasse 5b des Neckargemünder Gymnasiums. Foto: Stadt Neckargemünd

Wenn Kilowattstunden erlebbar werden, offenbart sich Unsichtbares. Ob ein Gerät wirklich aus ist oder nur im Stand-by-Modus, erkennt man oft an brennenden Lämpchen – aber nicht immer. Dies konnten die Schüler der Klasse 5b des Neckargemünder Gymnasiums gemeinsam mit Peter Kolbe, Energieberater der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA), prüfen. Dabei ging es in allererster Linie darum, Fragen wie „Was sind fossile und regenerative Energien?“, „Wie kommt der Strom in die Steckdose?“, „Wie hoch ist der Stromverbrauch einzelner Geräte?“ und „Was kann man tun, um den unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden?“ zu klären. Die Fünftklässler hatten erstaunlich viele Vorkenntnisse über die verschiedenen Energiearten, und wussten auch einiges über die Vor- und Nachteile der Erneuerbaren und fossilen sowie der Atomkraftenergie zu berichten. Sie hatten große Freude daran, ihre eigenen Vorkenntnisse und Erfahrungen einbringen zu können. Insbesondere das Messen an den eigenen Geräten machte den Kindern Spaß.

Um Energieverschwendung zu veranschaulichen, haben sich die Schüler in Gruppen eingefunden und zunächst den Stromverbrauch im Betrieb sowie im Stand-by-Modus kontrolliert und die Ergebnisse protokolliert. Dabei konnten sie überraschend viele Stromräuber ausfindig machen. Winfried Schimpf, Stadtrat und 1. Bürgermeisterstellvertreter, überzeugte sich von dem Projekt vor Ort: Schimpf, der selbst lange Jahre am Neckargemünder Gymnasium als Lehrer tätig war, weiß aus eigener Erfahrung, dass die praxisorientierten Unterrichtsstunden ihre Wirkung bei den Kindern nicht verfehlen. Im Gegenteil: „Das Bewusstsein der Schüler wird im Stand-by-Unterricht für den Zusammenhang zwischen dem Stromverbrauch und Umweltschutz geschärft“. Es sei beeindruckend, mit welcher Freude und Engagement sich die Schüler mit dem Thema Energie beschäftigten, freute sich Schimpf.

Der KliBA-Energieberater hatte den Bogen heraus, den Zusammenhang zwischen der umweltschädlichen Verwendung fossiler Rohstoffe und der einfachsten Möglichkeit die Umwelt zu schützen, geschickt zu vermitteln. So konnten die Kinder begreifen, dass die einfachste Möglichkeit, die Umwelt zu schonen, Energiesparen ist. Die Schüler bekamen Strommessgeräte mit nach Hause, um dort zu testen, wie viel Strom Fernseher, Smartphone, PC, Radio, DSL-Router und Co. im „Stand-by“ genannten Ruhemodus fressen. In einigen Tagen soll das Ergebnis vorliegen.