Elsenz

Foto: Universität Heidelberg

Das Thema Hochwasser war auch 2013 wieder verstärkt in den Medien vertreten. Es scheint, als ob wir auch in Mitteleuropa immer häufiger von extremen Hochwasserereignissen betroffen sind. Gerade große Überflutungen wie im Frühsommer 2013 an Elbe und Donau zeigen, wie anfällig wir in unserer modernen Gesellschaft trotz aller technischer Vorkehrungen (z.B. Dämme und Rückhaltebecken) immer noch sind. Versagen die Schutzmaßnahmen, kommt es häufig zu großen Schäden in den betroffenen Gebieten, gerade auch bei Privathaushalten.

Ob Donau, Elbe oder Rhein, oft verbinden wir die Hochwassergefahren nur mit den großen Strömen unseres Landes und sehen uns selbst durch den kleinen Fluss vor unserer Haustür kaum gefährdet. Aber besteht tatsächlich keine Gefahr und muss man sich somit auch nicht auf ein potenzielles Hochwasser vorbereiten? Das Geographische Institut der Universität Heidelberg will im Rahmen einer Untersuchung unter Leitung von Prof. Dr. Joao Porto mehr über die Themen der privaten Hochwasservorsorge und des Risikobewusstseins an kleinen Flusssystemen herausfinden. Ziel der Untersuchung ist es, durch die gewonnenen Erkenntnisse ungenutzte Potenziale zu identifizieren und nachhaltig den Umgang mit Hochwassergefahren innerhalb der Bevölkerung zu verbessern.

Da einige Gemeinden entlang der Elsenz für diese Untersuchung ideal sind, sollen u.a. auch in Neckargemünd Daten zur privaten Hochwasservorsorge und zum Risikobewusstsein innerhalb der Bevölkerung erhoben werden. Dazu werden Studierende an den kommenden Wochenenden (freitags und samstags) mit Fragebögen in der Gemeinde unterwegs sein und Bewohner persönlich befragen. Die Fragebögen werden anonymisiert und sind nicht Personen oder Gebäuden zuzuordnen. Alle Befragten können sich darauf verlassen, dass mit den Daten sehr sensibel umgegangen wird und diese nicht zu anderen Zwecken als zur Forschung verwendet werden. Alle Studierenden werden mit entsprechenden Ausweisen ausgestattet sein, so dass eine klare Zuordnung zur Universität und diesem Projekt gegeben ist. Diese Untersuchung wird mit Unterstützung des Zweckverbandes Hochwasserschutz Elsenz-Schwarzbach durchgeführt.

Die Studierenden danken der örtlichen Bevölkerung für die Unterstützung dieser Untersuchung im Rahmen der Beantwortung der Fragen. Durch die Beiträge hoffen diese, den Umgang mit Hochwassergefahren innerhalb der Bevölkerung auch in kleinen Flusseinzugsgebieten nachhaltig positiv beeinflussen zu können.