Foto: Stadt Mannheim

Die Reißinsel, Mannheims ältestes Naturschutzgebiet, ist wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Aufgrund von Hochwasser und Aufräumarbeiten wegen Unwetters musste sie rund vier Wochen länger geschlossen bleiben als üblich.

Die Reißinsel ist seit einem Gemeinderatsbeschluss von 1990 jährlich im Zeitraum vom 1. März. bis 1. Juli gesperrt. Den dort lebenden geschützten Tieren und Pflanzen wird so eine Ruhepause ermöglicht. Schützenswerte Vogelarten wie beispielsweise Eisvogel, Rohrsänger oder Steinkauz können ihren Nachwuchs so ungestört aufziehen.

Die vorübergehende Sperrung hilft, die Schönheit und Kostbarkeit dieses Naturschutzgebiets zu erhalten. Umso attraktiver ist dann auch ein Spaziergang durch die urwüchsigen Auwälder und die weitläufigen Streuobstwiesen, wenn die Sperrzeit vorbei ist. Denn die Reißinsel ist eine der letzten natürlich vorkommenden Rheinauen im Oberrheingebiet und landschaftlich sehr reizvoll. Sie zieht Vogel-Begeisterte und Naturschutz-Fachleute aus der gesamten Region an. Weil die Reißinsel auch außerhalb der jährlichen Sperrzeit ein wichtiger Rückzugsort für Vögel ist, appelliert die Naturschutzverwaltung eindringlich, die Wege beim Spazierengehen nicht zu verlassen und weder Rad noch Hund mitzunehmen.

Weitere Informationen rund um die Themen Natur- und Artenschutz:
www.mannheim.de/buerger-sein/natur-und-artenschutz.