Die Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“ der Stadt Heidelberg startet in die achte Runde: Am 28. März 2014 hat Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner gemeinsam mit Reinhard Diehl, Geschäftsführer Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, Cordula Samuleit, Geschäftsführerin Naturpark Neckartal-Odenwald, Friedrich Kilian, Leiter des Projekts bei der Stadt Heidelberg, und weiteren Partnern das Jahresprogramm „Natürlich Heidelberg 2014“ vorgestellt.

Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Passend zum Saisonstart hat die Deutsche UNESCO-Kommission die Umweltbildungsplattform „Natürlich Heidelberg“ als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet. Damit werden Initiativen geehrt, die das Anliegen der Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln in ihren Angeboten nachhaltiges Denken und Handeln. Demnach zeige „Natürlich Heidelberg“ beispielhaft, wie praxisnahes und regionales Lernen für viele Zielgruppen im Bereich Umweltbildung möglich sei. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner freute sich über die Auszeichnung: „Das Umweltbildungsprogramm ,Natürlich Heidelberg‘ begeistert seit vielen Jahren Jung und Alt für die Natur und vermittelt wichtige Kenntnisse, wie beispielsweise über die biologische Vielfalt. Die Auszeichnung ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, diese wichtige Umweltbildungsarbeit fortzusetzen.“

BNE-Projekt „Natürlich Heidelberg“

Zur Sicherung der Bildung für nachhaltige Entwicklung tragen die bereits langjährigen Bildungspartnerschaften von „Natürlich Heidelberg“ entscheidend bei. Darüber hinaus können die Grundsätze der Nachhaltigkeit durch zahlreiche Multiplikatorenschulungen für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher praxisnah vermittelt werden. Die Nachfrage von Bildungseinrichtungen nach geführten Waldgängen unter Einbeziehung der vorgegebenen Bildungspläne ist in Heidelberg weiterhin ungebrochen.

Dauerschwerpunkt „Biodiversität“

Die Nachfrage nach Veranstaltungen zur biologischen Vielfalt war 2013 sehr hoch. In der neuen Saison und für den gesamten Zeitraum der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ bis 2020 bleibt das Thema weiterhin Schwerpunkt. Dadurch wird aktiv die Initiative „Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterstützt.

Kompetente Begleitung

Die Veranstaltungen werden von Experten der Kooperationspartner, engagierten Ehrenamtlichen, zertifizierten Waldpädagogen, Geopark-Vor-Ort-Begleitern, Bauernhofpädagogen sowie von Förstern begleitet.

Programm, Informationen und Anmeldung

Das gedruckte Veranstaltungsprogramm „Natürlich Heidelberg“ liegt in den Bürgerämtern, der Volkshochschule, der Stadtbücherei, beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg (Weberstraße 7) sowie in zahlreichen anderen öffentlichen Einrichtungen kostenlos aus.

Zusätzlich steht das Programm zur Verfügung unter:
www.natuerlich.heidelberg.de

Die Anmeldung ist möglich über die Internetseite oder im Buchungsbüro „Natürlich Heidelberg“ (Weberstraße 7):
Telefon 0 62 21/58-2 83 33 (Mi 8.00 – 12.00 und 16.00 – 18.00 Uhr, Fr 8.00 – 12.00 Uhr) oder
natuerlich@heidelberg.de

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt und es so zu einem Bewusstseinswandel auf allen Ebenen kommt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die in 2014 endet, haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte

Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig, dass die Projekte einen innovativen Charakter haben, in die Breite wirken und sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten bemühen.