„Wir wollen Standards für die gewerbliche Kaninchenhaltung, die einem tiergerechten Leben mehr Raum geben. Um die qualvolle Haltungspraxis von Millionen Kaninchen in Deutschland zu ändern, ist noch viel zu tun“, erklärte die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken. Mit 40 Änderungsanträgen habe Rheinland-Pfalz am 20. September 2013 im Bundesrat erfolgreich den unzureichenden und von den Verbänden scharf kritisierten Entwurf der Kaninchen-Verordnung verbessert. „Das ist aber nur ein erster Schritt, um mehr Tierschutz in dieser Grauzone der Tierhaltung festzulegen“, so Höfken. Bislang gab es gar keine Regelungen zur Kaninchenhaltung. Daher stelle die Verordnung der Bundesregierung einen Anfang. Doch CDU-Bundeslandwirtschaftsministerin Aigners Entwurf bliebe von einer tiergerechten Haltung weit entfernt, sagte Höfken.

Rheinland-Pfalz hat u.a. mehr Fläche und Höhe für Kaninchen, bessere Rückzugsbereiche sowie einen Sachkundenachweis für gewerbliche Kaninchenhalter einbringen können. Auch der Deutsche Tierschutzbund habe die Initiativen der Ministerin begrüßt und ebenfalls weitere Schritte verlangt. „Die Bundesregierung ist nun gefordert, die durch den Bundesrat nun verbesserte Kaninchen-Verordnung so schnell wie möglich zu verkünden. Dann müssen Maßnahmen erfolgen, die die Standards in der Kaninchenhaltung noch weiter verbessern“, forderte Höfken. Mehr Forschung gehöre dazu. Zum Beispiel darüber, wie die unterschiedlichen Haltungssysteme auf Kaninchen wirken. Auch dazu haben die Länder die Bundesregierung aufgefordert. Das Thema Kaninchen werde man wieder aufrufen, kündigte Ministerin Höfken an.