Die SPD-Gemeinderatsfraktion und die Jusos in Mannheim wollen gemeinsam den Fahrradverkehr, insbesondere in der Innenstadt, stärken. Die SPD-Fraktion hat dazu einen Antrag im Gemeinderat gestellt, der zuvor von den Jusos erfolgreich auf einem SPD-Kreisparteitag eingebracht worden ist. „Die Stadt Mannheim hat sich für die Stärkung des Radverkehrs mit dem durch den Gemeinderat beschlossenen 21-Punkte-Plan hohe Ziele gesetzt. Beim städtischen Haushalt für die Jahre 2012 und 2013 gab es auf Antrag der SPD insgesamt 600.000 Euro zusätzlich für den Ausbau des Radwegenetzes. Wir dürfen hier jedoch nicht nachlassen und müssen weiter an einer fahrradfreundlichen Infrastruktur arbeiten“, erklärt Ralf Eisenhauer, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion. SPD und Jusos wollen mit ihrem neuen Vorstoß zu einer zeitnah spürbaren Verbesserung der Radverkehrssituation in der Innenstadt beitragen.

In Abstimmung mit den Einwohnern sowie den zuständigen Verbänden und Vereinen soll geprüft werden, wie etwa mehr Fahrradständer in unmittelbarer Nähe von Einzelhandelsgeschäften installiert werden können. „Wir möchten die Menschen für das Thema Radfahren sensibilisieren und gemeinsam Ideen aufgreifen, um die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern“, sagt Stadtrat Dr. Boris Weirauch, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Darüber hinaus soll auf eine neue Lösung der aktuellen Querungen der Breiten Straße und der Planken hingewirkt werden. „Die aktuelle Beschilderung ist unzureichend, da die Schilder zu klein, beschädigt oder sogar komplett verschwunden sind“, bemängelt Christian Dristram, Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation in Mannheim.

„Die städtische Radverkehrsplanung betrifft junge Menschen in besonderem Maße, da diese häufiger mit dem Rad fahren. Deshalb wollen wir, dass Radwege bei künftigen Verkehrswegplanungen Vorzug haben“, kommentiert Dristram den Antrag der SPD-Fraktion. Jusos und SPD wollen darüber hinaus Radwege zwischen Paradeplatz und Universität schaffen und drängen auf eine schnelle Umsetzung des Radwegs in der Bismarckstraße. „Derzeit laufen die Simulationen über die Auswirkungen eines Radwegs in der Bismarckstraße. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr bei diesem Thema ein großes Stück vorankommen”, berichtet Stadtrat Dr. Weirauch. Dristram, aus dessen Feder die Position der Jusos stammt, ist froh, dass sich die Kreis-SPD und die Gemeinderatsfraktion den Vorschlägen der Jusos angeschlossen haben. „Unsere Arbeit trägt Früchte. Das ist ein gutes Gefühl“, so Dristram.