Mannheim E-Fahrzeuge

Umweltbürgermeisterin F. Kubala (2. v.li.) bei der Vorstellung der neuen Elektrofahrzeuge. Mit dabei: T. Möllenberg von der Stadtgärtnerei (li.) sowie M. Roeingh (2. v.re.), Leiter des Fachbereichs Grünflächen und Umwelt und K. Schwennen, Leiter des Bereichs Grünflächen. Foto: Stadt Mannheim

Der Fachbereich Grünflächen und Umwelt der Stadt Mannheim erweitert seinen Fuhrpark um zwei Elektroautos der Effizienzklasse A+ mit täglichen Reichweiten von 170 – 210 Kilometern. Eingesetzt werden sie im Aufgabenbereich der Stadtgärtnerei und im Vollzug der Baumschutzsatzung im gesamten Mannheimer Stadtgebiet. „Damit leistet unser Fachbereich Grünflächen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Lärmminderung in Mannheim“, so Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala. Die Stadtgärtnerei setzt einen elektrischen Transporter für den Wareneinkauf und als Fortbewegungsmittel für die Mitarbeiter ein. Das Fahrzeug hat einen Stromverbrauch von 15,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer (die Stadt Mannheim bezieht Ökostrom). Das Ladevolumen beträgt bis zu 4,6 Kubikmeter und es kann eine Nutzlast von 650 Kilogramm transportiert werden.

Um zu kontrollieren, dass die Baumschutzsatzung der Stadt auch eingehalten wird, müssen pro Jahr ca. 800 – 1.000 Fälle bearbeitet werden. Rund 2.500 Privatbäume der Mannheimerinnen und Mannheimer werden vor Ort beurteilt. Im Jahr fallen so durchschnittlich 6.000 Kilometer Fahrstrecke im Rahmen vieler Einzelfahrten an. In Zukunft erfolgen diese Fahrten ohne Schadstoffemissionen und das hilft auch den Stadtbäumen, die von den CO2-Emissionen besonders betroffen sind. Das Fahrzeug ist in der Tiefgarage des Collini-Center stationiert und hat einen eigenen Stellplatz mit Ladestation. Der Stromverbrauch beträgt 14,6 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Ein Navigationssystem garantiert außerdem eine optimale Verkehrsroute. Ab Tempo 30 bewegt sich das Fahrzeug völlig lautlos. Deshalb erklingt bei niedriger Geschwindigkeit zur besseren Wahrnehmung durch Radfahrer und Fußgänger ein akustisches Motorengeräusch. Der Fuhrpark der Abteilung Grünflächen umfasst insgesamt rund 80 Fahrzeuge, pro Jahr werden fünf bis sechs Fahrzeuge ausgetauscht.

Fuhrpark im Dezernat V wandelt sich

Im Dezernat V, zu dem neben dem Fachbereich Grünflächen und Umwelt die Bürgerdienste, die Abfallwirtschaft, die Friedhofsbetriebe und die Stadtentwässerung gehören, sind insgesamt zurzeit 26 Elektrofahrzeuge im Einsatz. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und die Stadtreinigung nutzen drei Elektrofahrzeuge. Das Klärwerk setzt fünf E-Fahrzeuge für interne Transportfahrten ein. Beim Eigenbetrieb Friedhöfe wurde Ende 2013 ein E-Fahrzeug für Dienstfahrten der Verwaltung angeschafft. Außerdem wird ein mit Erdgas betriebener Kleintransporter genutzt. Bekannt und beliebt ist das „Friedhofstaxi“, das auf dem Hauptfriedhof mobilitätseingeschränkte Besucher befördert – und das elektrisch betrieben.

Den größten e-mobilen Fuhrpark weist der Stadtpark auf, der seinen Bedarf an Transportfahrzeugen mittlerweile fast vollständig mit E-Mobilen deckt. So wurden 2012 für den Luisenpark sieben Kleintransporter der Marke Goupil angeschafft, die, was Lautstärke und Abgase angeht, wesentlich besser in den Parkbetrieb integrierbar sind als herkömmliche Fahrzeuge. Im Collini-Center steht allen Mitarbeitern ein Pool von E-Bikes zur Verfügung, die für Dienstfahrten in der Innenstadt, z.B. zwischen den unterschiedlichen Standorten der Verwaltung genutzt werden können. Und nicht zuletzt ist der Dienstwagen der Dezernentin auf dem neuesten Stand der Hybrid-Technik und mit einem CO2-Ausstoß von nur 107 Gramm pro Kilometer vorbildlich.

Wenn sich die im Fachbereich Grünflächen neu angeschafften Fahrzeuge in der Praxis bewähren, könnten sie durchaus den Einstieg für die intensivere Nutzung von E-Mobilität im Bereich der Grünflächenpflege sein. Insbesondere für Elektro-Transporter gäbe es vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Im Bereich der größeren Fahrzeuge kommen außerdem auch Hybrid-Lösungen in Betracht – denkbar wäre z.B. die Anschaffung von Hybrid-Müllfahrzeugen, die bei den häufigen Standzeiten im Bereich der Müllabfuhr viel CO2, aber auch Lärm vermeiden könnten.