Wie in der letzten Sitzung des Aufsichtsrats der Stadtpark gGmbH in Mannheim vereinbart, fand jetzt ein Workshop statt, der zum Thema hatte, wie sich Luisen- und Herzogenriedpark zukunftsfähig aufstellen können. Teilgenommen haben Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtparks, die Vorsitzenden der Förderkreise sowie externe Fachleute.

„Die Atmosphäre im Workshop war geprägt von dem Wunsch aller Beteiligten, sich gemeinsam einzubringen und aktiv die Zukunft unserer Parks zu gestalten. Alle nehmen aus dem Workshop und dem Input der Park-Experten aus Berlin und Essen wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung von Luisen- und Herzogenriedpark mit“, resümierte Aufsichtsratsvorsitzende Felicitas Kubala und ergänzte: „Parkverwaltung und Aufsichtsrat werden gemeinsam die Ergebnisse auswerten, zusammenfassen und ein Konzept in Auftrag geben, das einen externen Blick auf Bereiche wie Betrieb, Personal und Marketing wirft.“

Joachim Költzsch, Geschäftsführer der Stadtpark gGmbH, freute sich über die gute Zusammenarbeit und rege Teilnahme an dem Workshop. „40 Jahre nach der BUGA ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Blick gezielt auf die nächsten zehn Jahre und eine zukunftsfähige Ausrichtung zu werfen. Luisen- und Herzogenriedpark sind ein Stück Lebensqualität für Mannheim und wollen diese Rolle in Zukunft auch weiter mit Leben füllen.“ Den Blick von außen und einen Bericht über nachhaltige Entwicklungskonzepte für ehemalige BUGA-Gelände gaben die beiden externen Experten, Thomas Hanster (Parkleiter Grugapark) und Christoph Schmidt (Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, zu der das ehemalige BUGA-Gelände des Britzer Gartens gehört).

Grugapark Essen setzt auf Drittmittel, Sponsoren und Kooperation

„In einem ersten ausgearbeiteten Parkkonzept von 2001 haben wir es uns zum Ziel gemacht, von 8,8 Millionen Euro Investitionsvolumen 80 Prozent über Dritte und 20 Prozent aus Eigenkapital zu finanzieren. Dies hat wunderbar geklappt und viele Projekte konnten so über zehn Jahre realisiert werden“, brachte sich Thomas Hanster vom Grugapark Essen mit seinem Expertenwissen in den Workshop ein. Der Grugapark, der 1965 die Bundesgartenschau ausrichtete, ist seit 1983 ein gemeinnütziger Eigenbetrieb der Stadt Essen.

„Klassiker brauchen Zukunft“

Hanster erläuterte im Workshop die Entwicklung des Grugaparks und die konzeptionelle Herangehensweise der Parkleitung. „Derzeit befinden wir uns bereits in der Umsetzung unseres zweiten Parkentwicklungskonzeptes, das den Titel trägt ‘Klassiker brauchen Zukunft – Entwicklung Grugapark 2020’ und auf die veränderten Rahmenbedingungen wie etwa den demografischen Wandel oder ein verändertes Freizeitangebot eingeht.“ Außerdem ergänzte er, dass ein Lenkungskreis eingesetzt wurde und Expertenrunden zu einzelnen Themen gearbeitet haben.

BUGA-Berlin ausgezeichnet für Nachhaltigkeit

Christoph Schmidt berichtete von der Bundesgartenschau 1985 im Britzer Garten und skizzierte die Entwicklungen in den letzten drei Jahrzehnten und die Ausarbeitung eines Nachhaltigkeits- und Nachnutzungskonzeptes. „Um eine nachhaltige Entwicklung und Etablierung eines ehemaligen Bundesgartenschaugeländes zu gewährleisten, ist immer wieder ein Über- und Umdenken sowie Veränderung nötig, denn nur so kann eine gute betriebswirtschaftliche Führung gesichert werden. Ein Einfrieren des Status Quo wäre aus Betriebsgründen ein Fehler. Gleichzeitig richtet sich unser Handeln auf unsere Gast-Philosophie aus – der Gast steht immer im Mittelpunkt.“