Am Donnerstag, 24. Oktober 2013, veranstaltet das Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) für die Öffentlichkeit ab 17.00 Uhr einen „Wissenstag“. Mit sechs spannenden Vorträgen, die aus den Bereichen der Krankenversorgung und Forschung ausgewählt wurden, werden Themen präsentiert, die sich an den Bedürfnissen sowohl von Angehörigen und Patienten, aber auch von interessierten Bürgern orientieren. Damit bietet das ZI wieder einmal einem breiten Publikum die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und etwas über das umfangreiche Angebot der Institution in den Mannheimer Quadraten zu erfahren.

Der Vortrag „Gefangen im Rollenspiel – Internetsucht und seine Gefahren“ von Dr. Tagrid Leménager, Psychologin in der Ambulanz für Internetsucht an der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, liefert wichtige Anregungen und Hilfsangebote für Eltern von Jugendlichen, die täglich vor dem Computer sitzen und drohen, in einer fiktiven Welt zu versinken.

Prof. Michael Schredl, renommierter Schlaf- und Traumforscher, spricht mit seinem Vortrag „Wie gut ist mein Schlaf?“ Betroffene an, die Probleme beim Ein- oder Durchschlafen haben und informiert über die verschiedensten Ursachen.

Auch das Thema „Alter und Vergesslichkeit – wann beginnt die Alzheimer Krankheit?“ von Prof. Lutz Frölich, Leiter der Gerontopsychiatrie, steht für eine Erkrankung, die auf Grund der Alterspyramide immer mehr Menschen betreffen wird. Viele ältere Menschen und ihre Angehörigen sorgen sich bei beginnenden Anzeichen von Vergesslichkeit, sind aber oft unsicher darüber, welche professionellen Hilfsangebote für sie in Frage kommen. Hier informiert der Vortrag über die verschiedenen Möglichkeiten der Diagnostik sowie der Therapie im Rahmen der gerontopsychiatrischen Versorgung am ZI.

Mehr für den Bereich der Forschung steht der Vortrag „Schmerzverarbeitung und Borderline-Störung“, in dem Dr. Petra Ludäscher aus einem Großforschungsprojekt einer Klinischen Forschergruppe über neue Erkenntnisse zur Wahrnehmung von Schmerzreizen berichtet. Ebenfalls direkt aus der Wissenschaft kommt das Thema Genetik als neuer methodischer Zugang, über den Dr. Jana Strohmaier aus der Abteilung Genetische Epidemiologie in „Die Erforschung genetischer Grundlagen psychiatrischer Erkrankungen“ sprechen wird.

An der Schnittstelle zwischen Klinik und Forschung befindet sich der Vortrag von Prof. Daniel Brandeis, Leiter der Arbeitsgruppe Neurophysiologie des Kindes- und Jugendalters, der die Methodik des Biofeedbacks vorstellt, wie sie auch in der Therapie bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann.

Ergänzend zu den kostenfreien Vorträgen bietet vor den beiden Hörsälen im 1. OG des Therapiegebäudes ein Informationsstand Material zu den Angeboten der ambulanten und stationären Bereiche des ZI sowie zu den aktuellen, laufenden Forschungsstudien an. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das ZI-Catering mit Getränken und einem kleinen Imbiss-Angebot.