Der Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland und ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend verwerten kann. Die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Der Typ 2-Diabetes tritt in der Regel erst bei älteren Menschen auf. Mittlerweile findet sich diese Form der Diabetes aber zunehmend auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt ungefähr neun Prozent und betrifft somit über sieben Millionen Menschen.

Viele wichtige Aspekte dieser Erkrankung, wie der Zusammenhang von Diabetes und Stress, sind jedoch noch nicht ausreichend gut erforscht. Was bedeutet die Diagnose Diabetes für das seelische Gleichgewicht? Beeinflusst diese Erkrankung die Empfindlichkeit für Stress? Dies sind einige der Fragen, die sich Forscher an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, unter Leitung von Prof. Andreas Meyer-Lindenberg und Prof. Florian Lederbogen, stellen. In einem für zwei Jahre geplanten Projekt wollen sie hierzu Antworten finden. Dazu werden hochmoderne Forschungsmethoden, wie die funktionelle Kernspintomographie, verwendet.

Studienteilnehmer gesucht

Aktuell werden für die Studie Frauen und Männer im Alter von 40 – 65 Jahren mit Typ 2-Diabetes gesucht. Im Rahmen von zwei Terminen wird außer der MRT-Untersuchung ein ausführlicher Gesundheits-Check durchgeführt, dessen Ergebnisse den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Die Teilnehmer erhalten eine Vergütung von 50 Euro.

Interessierte können sich mit der Projektärztin, Dr. Elisabeth Ulshöfer, in Verbindung setzen:
Telefon 06 21/17 03-27 24 (8.30 – 17.00 Uhr) oder
elisabeth.ulshoefer@zi-mannheim.de