Stundenlanges Arbeiten am Büroschreibtisch oder am Computer kennzeichnet heutzutage für viele Menschen die berufliche Situation. Durchschnittlich 12 Stunden am Tag verbringen wir im Sitzen. Dass dies in Verbindung mit einem Mangel an körperlicher Betätigung häufig zu Rückenproblemen führt, zeigen die statistischen Daten. Rückenschmerzen zählen in Deutschland mittlerweile zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. 80 Prozent der Deutschen leiden irgendwann in ihrem Leben unter Rückenschmerzen und bei bis zu 30 Prozent werden diese Schmerzen im Laufe des Lebens sogar chronisch. Eine Studie des Instituts für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim beschäftigt sich nun genauer mit der Schmerzverarbeitung bei chronischen Rückenschmerzen.

Aktuelle Studien wiesen nach, dass Schmerz im Gehirn von chronischen Schmerzpatienten anders verarbeitet wird als bei gesunden Menschen. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts wird am Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie untersucht, welchen Einfluss die Gabe eines Schmerzpflasters auf die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz im Vergleich zu gesunden Menschen hat. Für die Studie werden Menschen zwischen 18 und 70 Jahren gesucht, die seit mindestens drei Monaten an chronischen Rückenschmerzen leiden.

Ebenfalls gesucht werden gesunde Personen ab 40 Jahren. Interessierte Studienteilnehmer sollten im Großraum Mannheim / Heidelberg wohnen. Des Weiteren sollten keine neurologischen bzw. psychiatrischen Erkrankungen, keine Krebserkrankung und keine entzündliche Schmerzerkrankung wie Arthritis vorliegen. Da zur Untersuchungsmethode funktionelle Bildgebungsverfahren zählen, sollten die Teilnehmer zudem keine Metallteile (z.B. Piercings, Implantate) im oder am Körper tragen.

Die Studienteilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung und für Patienten mit chronischen Schmerzen besteht das Angebot, auf Grundlage der Befunde über eine optimale Therapie beraten zu werden. Interessierte können unter Angabe des Stichwortes „Rückenschmerz” eine Nachricht mit Namen und Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter des

Projekttelefons 06 21/17 03-63 21

hinterlassen, mit dem Hinweis der Anmeldung als gesunde Kontrollperson oder als Proband mit chronischen Rückenschmerzen.